FOÇA (İzmir) – Der Vorsitzende des Verbands der touristischen Betriebe und Unterkünfte in der Ägäis (ETİK) sowie Vizepräsident der Türkischen Hotelier-Föderation (TÜROFED), Mehmet İşler, hat sich zu den Auswirkungen des Krieges zwischen den USA, Israel und dem Iran auf den türkischen Tourismus geäußert. „Mit seinem Tourismus strahlt die Türkei als sicherer Hafen mitten in der Feuerlinie“, sagte er.
Mehmet İşler bewertete die möglichen Folgen des Konflikts zwischen den USA, Israel und dem Iran für die Tourismusbranche. Er betonte, dass der Sektor bereits zahlreiche schwierige Phasen erfolgreich überstanden habe – von Insolvenzen von Reiseveranstaltern über die Pandemie, die Flugzeugkrise bis hin zu Erdbeben, wirtschaftlichen Krisen sowie regionalen Konflikten und Kriegen. Auch heute glänze die Türkei mit ihrem Tourismus als sicherer Hafen inmitten einer Konfliktregion.
„Wir haben es immer geschafft, ein vertrauenswürdiges Reiseziel zu bleiben“
Trotz schwieriger Rahmenbedingungen sei die Branche zuversichtlich, auch in diesem Jahr – wie schon in den vergangenen Jahren – neue Rekorde aufzustellen, sagte İşler. Er erklärte, man glaube aufrichtig daran, dem für das Jahr 2030 gesetzten Ziel von 100 Millionen Touristen und 100 Milliarden Dollar Einnahmen einen weiteren Schritt näher zu kommen.
„Der Tourismus hat in jeder Krise einen Weg gefunden – und er wird ihn wieder finden. Die vergangenen Jahre haben sich mit Insolvenzen von Reiseveranstaltern, der Pandemie, regionalen Krisen, politischen Spannungen, Naturkatastrophen und globalen wirtschaftlichen Schwankungen in unser Gedächtnis eingebrannt. Wir haben all diese Herausforderungen durchgestanden. Jedes Mal ist es uns gelungen, uns wieder zu erholen. Dadurch haben wir Erfahrung und Widerstandskraft gewonnen“, sagte İşler.
Während der Pandemie sei der weltweite Tourismus nahezu zum Stillstand gekommen. Auch die Türkei sei davon betroffen gewesen, habe sich jedoch sehr schnell wieder erholt. „Wir hatten eine schwere Flugzeugkrise mit Russland. Die Reiseverkäufe kamen zum Erliegen, und die Branche erlitt einen schweren Schlag. Doch auch davon haben wir uns in kurzer Zeit erholt und sind rasch zur Normalität zurückgekehrt. Russland ist heute wieder einer der wichtigsten Märkte für den türkischen Tourismus“, erklärte er.
Die Reaktionen der Branche auf all diese negativen Entwicklungen hätten dazu beigetragen, die Anfälligkeit des Sektors zu überwinden und seine Widerstandsfähigkeit deutlich zu stärken. „Trotz unserer Lage in einer bewegten und angespannten Region ist es uns immer gelungen, ein Reiseziel zu sein, das Vertrauen schafft. Wir sind eine starke Marke im Welttourismus“, so İşler.
„In dieser Zeit sind Werbe- und Marketingaktivitäten besonders wichtig“
İşler betonte außerdem, dass die ruhige Atmosphäre, die starke touristische Infrastruktur und die Gastfreundschaft der Türkei zu den wichtigsten Faktoren gehörten, die das Land im globalen Tourismus hervorheben.
„Ja, derzeit gibt es einige Stornierungen. Doch auch viele andere touristische Ziele im Mittelmeerraum – etwa Griechenland und Ägypten – sind von dieser vorübergehenden Schwankung betroffen. Der Tourismus ist der Sektor, der am schnellsten auf globale Entwicklungen reagiert. In dieser Phase sind Werbe- und Marketingaktivitäten von besonderer Bedeutung. Besonders auf dem russischen Markt und in den Ländern der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS) können schnelle und wirksame Werbemaßnahmen der Branche zusätzliche Impulse geben“, sagte er.
„Wir produzieren nicht Pessimismus, sondern Hoffnung“
İşler betonte abschließend, dass die Branche nicht Pessimismus, sondern Hoffnung, Service, Zufriedenheit und Zukunft produziere.
„Auch aus dieser Krise werden wir wie immer gestärkt hervorgehen, indem wir den richtigen Weg finden. Die aktuellen Entwicklungen sind vorübergehend. Die Türkei liegt mit ihrer geopolitischen Lage zwar mitten in Konfliktregionen, doch sie folgt dem Leitsatz unseres großen Führers Atatürk: ‚Frieden im eigenen Land, Frieden in der Welt.‘ Aus der Perspektive von außen betrachtet ist die Türkei trotz ihrer Lage mitten in der Feuerlinie ein klar erkennbarer sicherer Hafen. Mit diesem Bild sind wir überzeugt, dass wir auch diese Schwierigkeiten überwinden, eine starke Saison erleben und neue Rekorde brechen werden“, erklärte er.