ISTANBUL – Trotz regionaler Instabilität bleibt die Inlandsnachfrage nach Reisen in der Türkei während der bevorstehenden Ramadan-Feiertage voraussichtlich stark. Hotels in beliebten Touristenzielen erwarten teils bis zu 80 % Auslastung durch Last-Minute-Buchungen.
Internationale Märkte, insbesondere im Mittleren Osten, wurden durch Stornierungen getroffen. Branchenvertreter betonen jedoch die Widerstandsfähigkeit der Türkei und die gut ausgebaute Tourismusinfrastruktur.
Kaan Kavaloğlu, Präsident des Mediterranean Touristic Hoteliers and Operators Association (AKTOB), erklärte, dass Antalya während des Ramadan auf 80 % Auslastung abzielt. „Dies ist eine Phase, in der Geduld und Vorsicht gefragt sind. Trotz der Herausforderungen in der Region bleibt die Türkei ein sicheres und nachhaltiges Reiseziel“, so Kavaloğlu.
Sedat Kılıç, Geschäftsführer von Tatilsepeti, berichtete, dass Dubai wegen Saisonattraktivität und einfacher Visaanforderungen die beliebteste internationale Destination war, „alle Buchungen wurden jedoch aufgrund des Krieges storniert“. Reisende ohne Visaprobleme wichen auf europäische Ziele aus, während Ägypten wegen warmem Klima an Beliebtheit gewann. „Inlandsreisen bleiben die sicherste und zugänglichste Option“, betonte Kılıç.
Mustafa Kemal Çubuk, stellvertretender Geschäftsführer von TatilBudur, fügte hinzu, dass die jüngsten Entwicklungen kurzfristig zu Vorsicht geführt hätten, aber die starke und sichere Infrastruktur der Türkei die Urlaubsplanung unterstütze. Beliebte internationale Ziele sind Italien, Paris, die Schweiz, Athen, der Balkan, Mazedonien, Sharm El Sheikh und Baku; innerhalb der Türkei stehen Antalya, Aydın, Muğla und Regionen um Istanbul im Fokus.
In Kappadokien meldete Teyfik Ölmez, Präsident des Cappadocia Touristic Hoteliers and Operators Association (KAPTİD), trotz Stornierungen eine starke Inlandsnachfrage. „Wir haben bereits eine Auslastung von 75 % erreicht. Mit Last-Minute-Buchungen rechne ich mit einer voll ausgebuchten Saison“, so Ölmez.