ANKARA – Museen und archäologische Stätten in der Türkei haben 2025 einen deutlichen Besucherzuwachs verzeichnet. Nach den neuesten Daten des Türkischen Statistikamtes (TÜİK) wurden im vergangenen Jahr insgesamt 65,86 Millionen Besuche registriert – 6,8 Prozent mehr als 2024.
Mehr als die Hälfte der Besuche entfiel auf Museen und historische Stätten, die vom türkischen Ministerium für Kultur und Tourismus betrieben werden. Ihr Anteil lag bei 52,9 Prozent. Private Museen kamen auf 21,9 Millionen Besuche, ein Plus von 10,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Istanbul mit großem Abstand an der Spitze
Insgesamt gab es 2025 in der Türkei 664 Museen. Davon wurden 220 vom Kultur- und Tourismusministerium betrieben, 426 waren private Museen und 18 standen unter der Verwaltung der Nationalen Paläste.
Hinzu kamen 148 archäologische und historische Stätten, die für Besucher geöffnet waren.
Bei den Besucherzahlen lag Istanbul mit großem Abstand an der Spitze. Die Museen und historischen Sehenswürdigkeiten der Metropole verzeichneten 18,3 Millionen Besuche. Dahinter folgten İzmir mit 4,65 Millionen und Ankara mit 4,64 Millionen.
Zu den beliebtesten kulturellen Sehenswürdigkeiten zählen unter anderem der Topkapı-Palast, die Hagia Sophia, der Galataturm und der Dolmabahçe-Palast in Istanbul. Auch bedeutende archäologische Stätten wie Ephesos in İzmir sowie Hierapolis und Pamukkale in Denizli ziehen weiterhin zahlreiche Besucher an.
Mehr als vier Millionen Artefakte
Die türkischen Museen beherbergten 2025 insgesamt mehr als vier Millionen Kulturgüter. Die größte Gruppe bildeten Münzen.
Das Interesse an den kulturellen Einrichtungen zeigt sich auch beim Verkauf der Museumskarte. Im vergangenen Jahr wurden 6,8 Millionen Karten verkauft, mit denen Besucher Zugang zu zahlreichen teilnehmenden Museen und archäologischen Stätten erhalten.
Mehr als 130.000 geschützte Kulturgüter
Neben den Museen und Ausgrabungsstätten verfügt die Türkei über einen umfangreichen Bestand an geschützten Kulturdenkmälern. 2025 waren landesweit 130.632 unbewegliche Kulturgüter offiziell registriert.
Auch hier lag Istanbul mit 34.558 registrierten Objekten deutlich vorne. Es folgten İzmir und Muğla.
Darüber hinaus wuchs das geschützte Naturerbe des Landes weiter. Die Zahl der Nationalparks stieg auf 50, die zusammen eine Fläche von rund 942.300 Hektar umfassen. Hinzu kamen 274 Naturparks, 32 Naturschutzgebiete und 111 Naturdenkmäler.
Die Zahlen unterstreichen die Bedeutung der Türkei als Kultur- und Reiseziel – von weltbekannten historischen Bauwerken in Istanbul bis zu antiken Städten und archäologischen Stätten im ganzen Land.