Türkische Bevölkerung verbringt täglich über sieben Stunden im Internet

02.02.2026 – 15:00 Uhr

Die Türkei hat eine der aktivsten Online-Bevölkerungen weltweit. Wie aktuelle Daten mehrerer Behörden und internationaler Berichte zeigen, verbringen Nutzer:innen im Durchschnitt sieben Stunden und 13 Minuten pro Tag im Internet. Dies geht aus einer Zusammenstellung von Zahlen des „We Are Social“-Reports 2025, des Türkischen Statistikinstituts (TÜİK) und der Informations- und Kommunikationstechnologiebehörde (BTK) hervor.

Besonders auffällig ist die mobile Nutzung: Vier Stunden und vier Minuten des täglichen Online-Budgets entfallen auf Smartphones und Tablets. Mobilgeräte generieren 76,6 Prozent des gesamten Internetverkehrs im Land. Die Zahl der Mobilfunkverträge übersteigt mit 99,1 Millionen sogar die Einwohnerzahl von rund 86 Millionen.

Soziale Medien dominieren den Alltag

Die wöchentliche Nutzungsdauer sozialer Medien liegt bei durchschnittlich 25 Stunden. Von den etwa 62,3 Millionen aktiven Social-Media-Nutzern, was 70,9 Prozent der Bevölkerung entspricht, ist die überwiegende Mehrheit auf mehreren Plattformen gleichzeitig aktiv. An erster Stelle steht Instagram mit 62,3 Millionen Nutzern, dicht gefolgt von YouTube mit 57,9 Millionen. Auch WhatsApp (88,9 Prozent), YouTube (78 Prozent), Facebook (68,6 Prozent) und X (früher Twitter) (58,7 Prozent) sind fest im Alltag verankert.

Als Hauptgrund für die Internetnutzung gaben 71,6 Prozent der Befragten die Informationssuche an. Die meistbesuchte Website ist Google, das häufigste Suchwort ist „hava durumu“. (Wettervorhersage).

Wachstum birgt Risiken: Minister warnt vor Überwachung

Der rasante digitale Wandel sorgt jedoch auch für wachsende Besorgnis. So warnte der türkische Verkehrs- und Infrastrukturminister Abdulkadir Uraloğlu kürzlich vor den Gefahren, die mit der explosionsartigen Zunahme digitaler Plattformen einhergehen. Insbesondere die oftmals nicht eindeutig genehmigte umfangreiche Datenüberwachung, biometrische Erfassung und Datensammlung über das Internet der Dinge (IoT) stellen ein Risiko für die Privatsphäre der Bürger und die nationale Sicherheit dar. Uraloğlu forderte deutlich strengere gesetzliche Regelungen zum Schutz personenbezogener Daten.