Türkei überholt Italien und Griechenland und erreicht vierten Platz bei weltweiten Besucherzahlen

19.07.2026 – 17:00 Uhr

Die Türkei hat sich in der globalen Tourismusliga an Italien und Griechenland vorbeigeschoben und ist erstmals zur viertmeistbesuchten Destination der Welt aufgestiegen. Das geht aus dem aktuellen Ranking „Most Visited Countries 2026“ der Datenplattform World Population Review hervor. Das Ranking stützt sich auf Zahlen der UN-Tourismusorganisation (UN Tourism).

Demnach empfing die Türkei im Erhebungszeitraum 60,6 Millionen internationale Besucher:innen und ließ damit klassische Schwergewichte wie Italien (57,7 Millionen), Mexiko (45 Millionen) und das Vereinigte Königreich (41,8 Millionen) hinter sich. An der Spitze der Rangliste stehen unverändert Frankreich mit 102 Millionen Ankünften, gefolgt von Spanien (93,8 Millionen) und den USA (73,4 Millionen). Deutschland liegt mit 37,5 Millionen Gästen auf Rang acht. Japan (36,9 Millionen) und Griechenland (36 Millionen) komplettieren die Top Ten.

Neben der reinen Besucherzahl untermauert auch die wirtschaftliche Bilanz den neuen Status: Mit Tourismuseinnahmen von über 56,3 Milliarden US-Dollar zählt die Türkei zu den umsatzstärksten Tourismusnationen der Welt. Der Sprung auf Platz vier markiert einen vorläufigen Höhepunkt eines mehrjährigen Wachstumskurses, den Experten auf mehrere Faktoren zurückführen.

Als zentrale Treiber gelten die Diversifizierung des touristischen Angebots jenseits der klassischen Badeorte, massive Investitionen in das kulturelle Erbe sowie eine aggressive internationale Vermarktungsstrategie. Initiativen wie die nächtliche Museumsöffnung und das archäologische Großprojekt „Vermächtnis für die Zukunft” haben laut dem Bericht die Aufenthaltsdauer und die Erlebnisqualität der Besucher spürbar erhöht. Ziel der Regierung ist es, den Tourismus geografisch auf alle 81 Provinzen und saisonal auf zwölf Monate auszuweiten. Mit dieser Strategie hat sich das Land endgültig vom reinen Volumenziel gelöst und steuert nun auf mehr Wertschöpfung pro Gast zu.