In Kartalkaya (Bolu), dem beliebten Wintersport- und Tourismuszentrum, hat die neue Saison begonnen, doch ein zentraler Sicherheitsfaktor fehlt weiterhin: ein Feuerwehrstützpunkt. Dies wird besonders kritisch, nachdem bei einem Hotelbrand im Grand Kartal Hotel 78 Menschen ums Leben kamen.
Ein nachfolgender Bericht der Parlamentsuntersuchungskommission empfahl ausdrücklich die Einrichtung einer temporären Feuerwehr- und Notfallstation für das Gebiet. Trotz des Berichts und der stark frequentierten Saison hat sich bislang jedoch nichts getan.
Die Hotelauslastung liegt zur Neujahrszeit bei rund 70 Prozent, und einige Hotels haben in Brandschutzsysteme investiert – insgesamt etwa fünf Millionen Dollar, um mögliche Risiken zu minimieren. Doch ohne einen Stützpunkt für die Feuerwehr bleibt die Region anfällig: Im Brandfall müsste das nächste Team über steile Bergstraßen anrücken, was wertvolle Minuten kosten würde.
Die Kommission empfiehlt im Entwurf ihres 310-seitigen Berichts unter anderem:
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Einrichtung temporärer Feuerwehr- und Rettungseinheiten in stark frequentierten Tourismusgebieten.
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Verbindung von Brandmeldeanlagen in Hotels, Schulen und Krankenhäusern direkt mit der Feuerwehr.
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Regelmäßige Kontrollen der Brandsicherheit bei Neubauten und bestehenden Gebäuden.
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Strenge Vorschriften für LPG- und LNG-Tanks in Hotels.
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Schulung von Feuerwehrpersonal und strenge Auflagen für Überwachung und Kontrolle der Einrichtungen.
Bereits früher war geplant, einen Feuerwehrstützpunkt 3 Kilometer entfernt auf der Sarıalan-Hochebeneeinzurichten, doch auch dieses Projekt wurde bisher nicht umgesetzt. Die aktuellen Schneeverhältnisse verschärfen die Situation: In Teilen von Kartalkaya liegt der Schnee mittlerweile über zwei Meter hoch, wodurch die Anfahrt für Einsatzkräfte zusätzlich erschwert wird. Fahrzeuge ohne Winterreifen oder Schneeketten dürfen die Bergstraße derzeit nur eingeschränkt passieren.
Die Kommission und die Hoteliers warnen, dass ohne Feuerwehrstützpunkt die Gefahr erneuter Katastrophen besteht, trotz der getätigten Sicherheitsinvestitionen.