Im Landkreis Mengen in der Provinz Bolu ist ein spektakulärer Kriminalfall aufgeklärt worden. Zwei Jahre nach dem Fund eines vergrabenen Schädels und mehrerer Knochenstücke steht fest: Die sterblichen Überreste gehören zu zwei ausländischen Frauen, die bereits 2016 getötet wurden.
Die Knochen waren am 24. Juli 2024 im Dorf Yumrutaş entdeckt worden. Spezialeinheiten der Gendarmerie (JASAT) nahmen umfangreiche Ermittlungen auf. Eine DNA-Analyse der Kriminaltechnik sowie der Abgleich mit über Interpol beschafften Proben von Angehörigen führten schließlich zur eindeutigen Identifizierung der Opfer. Es handelt sich um die seit 2016 vermissten Frauen M.M. und M.Y.
Brisant: Die gesicherten Spuren stimmten zudem mit Beweismaterial – einem Zigarettenstummel – aus einem weiteren Mordfall aus dem Jahr 2016 in Istanbul überein. Die Ermittler gehen davon aus, dass die beiden Frauen damals in Istanbul getötet und anschließend im Wald bei Mengen verscharrt wurden.
Als Täter wurden die Männer F.Y. und Y.D. identifiziert. Beide verbüßen bereits Haftstrafen wegen eines anderen Tötungsdelikts aus dem Jahr 2016. Nach erneuter Vernehmung wurden sie nun zusätzlich wegen „vorsätzlichen Mordes mit Planung“ formell angeklagt und ein weiteres Mal in Untersuchungshaft genommen.
Der Fall zeigt, wie moderne Forensik selbst Jahre später noch zur Aufklärung schwerer Verbrechen führen kann.