Ankara – Die Türkei treibt den Ausbau ihres Schienennetzes voran. Im Rahmen eines landesweiten Ausbauprogramms mit einer Gesamtlänge von 4.850 Kilometern soll auch der Osten des Landes besser an das Hochgeschwindigkeitsbahnnetz angeschlossen werden. Eine neue Strecke ist geplant, die über die Provinzen Erzincan und Erzurum bis nach Kars führen soll.
Verkehrs- und Infrastrukturminister Abdulkadir Uraloğlu erklärte, die Vorbereitungen für das Projekt seien abgeschlossen. Die Verbindung soll nicht nur die regionale Mobilität verbessern, sondern auch eine strategische Bedeutung für den internationalen Schienenverkehr erhalten.
„Die neue Strecke wird zu einem der wichtigsten Abschnitte des globalen Eisenbahnkorridors, der von Zentralasien und Turkestan über die Türkei bis nach London reicht“, sagte Uraloğlu.
Ausbau in zwei Etappen
Das Vorhaben soll in zwei Phasen umgesetzt werden. Zunächst wird die bestehende Bahnstrecke in der Region modernisiert. Dabei soll sie vollständig elektrifiziert und mit einem Signalsystem ausgestattet werden.
Im Anschluss ist der Bau einer zweigleisigen Hochgeschwindigkeitsstrecke vorgesehen, die Erzincan, Erzurum und Kars miteinander verbindet. Damit sollen die drei Provinzen künftig direkt in das Schnellzugnetz eingebunden werden.