Türkei: Pferdeknochen im Gebüsch, lebende Tiere im Stall – Polizei deckt Tierquälerei auf

Bild: DHA
29.01.2026 – 8:00 Uhr

Erenler (Sakarya) – Ein makabrer Fund hat im Bezirk Erenler in der nordwesttürkischen Provinz Sakarya Ermittlungen der Sicherheitsbehörden ausgelöst. Drei Verdächtige sollen mit einem Kleintransporter Pferdeknochen in der Natur entsorgt haben. Zwei von ihnen wurden festgenommen, zudem entdeckten Einsatzkräfte fünf Pferde in einem Stall, die mutmaßlich für eine illegale Schlachtung vorgesehen waren.

Die Ermittlungen begannen bereits im September 2025, nachdem in der Region wiederholt Pferdeknochen im Freien gefunden worden waren. Daraufhin installierten die Gendarmerie von Erenler, die Abteilung zur Bekämpfung von Schmuggel und organisierter Kriminalität (KOM) sowie Umweltschutzeinheiten Fotofallen in dem betroffenen Gebiet.

Verdächtige auf frischer Tat identifiziert

Am 26. Januar registrierten die Kameras ein abgedecktes Fahrzeug, aus dem drei Personen Knochen in dichtes Buschwerk warfen. Die Verdächtigen konnten als C.T. (48), H.T. (23) und S.T. (47) identifiziert werden.

Bei einer anschließenden Operation nahmen die Einsatzkräfte C.T. und H.T. fest. Im Zuge der Durchsuchungen stießen die Beamten auf einen Stall, der offenbar für illegale Schlachtungen genutzt wurde. Dort wurden fünf lebende Pferde entdeckt.

Ermittlungen wegen Verstoßes gegen Tierschutzgesetz

Die Tiere wurden dem Landwirtschafts- und Forstamt des Bezirks Sapanca übergeben und in Sicherheit gebracht. Gegen die Verdächtigen wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz eingeleitet. Nach dem dritten Tatverdächtigen wird weiter gefahndet.

Die Behörden kündigten an, die Kontrollen zu verstärken und konsequent gegen illegale Tierhaltung und -schlachtung vorzugehen.