Türkei: Lehrer soll sechs Schülerinnen während des Unterrichts zum Putzen nach Hause gebracht haben – Ermittlungen wegen Menschenhandels

10.01.2026 – 12:00 Uhr

İZMİR – In der Bornova-Region von İzmir wird gegen einen Lehrer für Türkische Sprache und Literatur an einem Berufsbildungszentrum ermittelt. Dem Lehrer D.T. wird vorgeworfen, am 4. November 2025 sechs 16-jährige Schülerinnen (Ş.A., E.K., D.D., A.Y., E.N.K. und N.K.) während des Unterrichts ohne Wissen der Schulleitung und der Eltern aus der Schule geholt und in sein Haus gebracht zu haben, um dort Reinigungsarbeiten auszuführen.

Laut den Eltern enthielten einige in der Wohnung aufgenommene Fotos Alkohol- und Zigarettenflaschen, was als Gefahr für die Sicherheit der Kinder gewertet wurde. Nach dem Ende der Arbeiten mussten die Schülerinnen eigenständig zu Fuß und mit öffentlichen Verkehrsmitteln nach Hause zurückkehren.

Aufgrund der Beschwerden der Eltern leitete die Schulbehörde eine administrative Untersuchung gegen den Lehrer ein. In einer Stellungnahme erklärte die Behörde: „Am 8. Januar 2025 wurde eine Untersuchung durch unser Ministerium zu den in sozialen Medien und Presseberichten veröffentlichten Vorwürfen eingeleitet. Die Angelegenheit wird von unserer Behörde mit großer Sensibilität verfolgt.“

Einige der Aufnahmen zeigen, wie die Schülerinnen Hausarbeiten erledigen. Außerdem sei eine der Schülerinnen an Skoliose erkrankt, was die gesundheitliche Belastung für das Mädchen weiter erhöht.

Die Provinzverwaltung Izmir teilte mit, dass der Lehrer von seinen Aufgaben freigestellt und von der Staatsanwaltschaft festgenommen wurde. Die Ermittlungen laufen sowohl auf administrativer als auch auf gerichtlicher Ebene.

Die Staatsanwaltschaft erklärte: „Am 8. Januar 2025 wurden auf sozialen Medien und in der Presse Vorwürfe bekannt, wonach der Lehrer D.T. sechs Schülerinnen während des Unterrichts aus der Schule geholt und zu Hausarbeiten gezwungen haben soll. Gegen ihn wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Menschenhandels eingeleitet und er befindet sich in Gewahrsam.“