Die Türkei kämpft weiterhin gegen mehrere Waldbrände. Besonders angespannt bleibt die Lage im Ferienort Fethiye in der Provinz Muğla, wo ein Feuer nahe der Ortschaft Göcek ausgebrochen ist. Gleichzeitig konnten Brände in Antalya, Aydın und Afyonkarahisar nach stundenlangen Löscharbeiten unter Kontrolle gebracht werden.
Großeinsatz in Fethiye
Der Brand brach am Mittwochmittag in der Nähe von Göcek aus und griff aufgrund starker Winde rasch von einem offenen Gelände auf den angrenzenden Wald über. Die Flammen breiteten sich bis in Richtung der Ortschaft İnlice aus und bedrohten Wohnhäuser.
Rund zehn Häuser wurden vorsorglich evakuiert. Nach ersten Erkenntnissen wurden zudem vier Bungalows beschädigt. Verletzte oder Todesopfer gab es nach Angaben der Behörden nicht.
Zur Brandbekämpfung waren zeitweise fünf Löschflugzeuge, 14 Hubschrauber sowie insgesamt 417 Einsatzkräfte mit 126 Fahrzeugen und Baumaschinen im Einsatz. Gouverneur İdris Akbıyık erklärte, die Intensität des Feuers sei inzwischen deutlich zurückgegangen, die Löscharbeiten würden jedoch die gesamte Nacht andauern. Als Ursache für die schnelle Ausbreitung nannte er hohe Temperaturen, niedrige Luftfeuchtigkeit und starken Wind. Die Brandursache wird untersucht.

Feuer in Antalya unter Kontrolle
Auch in der Provinz Antalya musste die Feuerwehr gegen einen Waldbrand ankämpfen. Das Feuer war am Mittag im Stadtteil Çamlıca des Bezirks Kepez ausgebrochen.
Fünf Löschhubschrauber, vier Löschflugzeuge sowie zahlreiche Einsatzfahrzeuge waren im Einsatz. Anwohner in der Nähe des Brandgebiets wurden vorsorglich in Sicherheit gebracht. Nach rund viereinhalb Stunden gelang es den Einsatzkräften, den Brand unter Kontrolle zu bringen. Wald- und Buschflächen wurden beschädigt.
Brände in Aydın und Afyonkarahisar gelöscht
Entwarnung gibt es auch in den Provinzen Aydın und Afyonkarahisar. Die dort ausgebrochenen Waldbrände konnten nach intensiven Löscharbeiten vollständig unter Kontrolle gebracht werden. Weitere Details zum Ausmaß der Schäden oder möglichen Verletzten wurden zunächst nicht bekannt.
Die Behörden rufen die Bevölkerung angesichts der anhaltenden Hitze und Trockenheit dazu auf, höchste Vorsicht walten zu lassen und die geltenden Waldschutzmaßnahmen strikt einzuhalten.