Istanbul – In der Türkei hat eine koordinierte Razzia gegen organisierte Kriminalität zu Dutzenden Festnahmen geführt. Dabei standen illegales Glücksspiel und internationale Drogenhandelsnetzwerke im Fokus.
Im Rahmen einer Untersuchung der Staatsanwaltschaft Batman deckten Cybercrime-Einheiten ein System auf, bei dem Einnahmen aus illegalem Glücksspiel und Online-Wetten über Bankkonten geleitet und anschließend in Kryptowährungen umgewandelt wurden, um Gelder zu waschen.
Die Ermittler stellten fest, dass 81 Verdächtige mehr als 2 Millionen Banktransaktionen im Gesamtwert von 15,17 Milliarden Türkischen Lira (ca. 346 Millionen US-Dollar) durchgeführt hatten.
Bei gleichzeitigen Razzien in 10 der 81 Provinzen des Landes, an denen 105 Einsatzteams mit insgesamt 350 Personen beteiligt waren, wurden 73 Verdächtige festgenommen; acht weitere befinden sich noch auf der Flucht.
In einer separaten, in Istanbul angesiedelten Drogenuntersuchung, die in Zusammenarbeit mit der Finanzkriminalitätsuntersuchungsbehörde (MASAK) und europol-unterstützten Justizprozessen durchgeführt wurde, wurden Verdächtige identifiziert, die für den Handel mit 10,25 Tonnen Betäubungsmitteln verantwortlich sein sollen.
Die Operationen in den 10 Provinzen führten zur Festnahme von 13 Personen, während für 22 weitere Verdächtige im Ausland Red Notices ausgestellt wurden.