Türkei: Grubenunglück in Soma – Fünf Bergleute tot, zwei lebend aus Trümmern gerettet

Bilder: DHA
02.10.2026 – 9:04 Uhr

SOMA – Bei einem Grubeneinsturz in einem Bergwerk im türkischen Soma sind fünf Bergleute ums Leben gekommen. Zwei weitere Arbeiter konnten lebend aus dem eingestürzten Bereich gerettet werden. Einer von ihnen wird weiterhin im Krankenhaus behandelt, der andere konnte nach abgeschlossener Behandlung bereits entlassen werden.

Der Einsturz ereignete sich am 1. Oktober gegen 14 Uhr in einem Bergbaubetrieb im Landkreis Soma in der westtürkischen Provinz Manisa. Nach dem Unglück wurde eine großangelegte Rettungsaktion eingeleitet.

Insgesamt waren nach Angaben der türkischen Katastrophenschutzbehörde AFAD 756 Einsatzkräfte und 76 Fahrzeuge an den Such- und Rettungsarbeiten beteiligt. Neben AFAD waren unter anderem Feuerwehr, Gendarmerie, Polizei, medizinische Rettungsteams, das Türkische Rote Kreuz, das Ministerium für Familie und soziale Dienste sowie kommunale und bergmännische Rettungsteams im Einsatz.

Auch Spezialisten der AFAD-Direktion aus Izmir beteiligten sich mit Geräten zur Ortung und Bildgebung unter Tage an den Arbeiten.

Insgesamt konnten sieben Bergleute aus dem eingestürzten Bereich geborgen werden. Für fünf von ihnen kam jedoch jede Hilfe zu spät.

AFAD-Chef Ali Hamza Pehlivan begab sich gemeinsam mit dem Gouverneur der Provinz Manisa, Vahdettin Özkan, zum Unglücksort. Dort ließ er sich über den Stand der Rettungsarbeiten informieren und traf mit Angehörigen der betroffenen Bergleute zusammen.

Die Behörden sprachen den Familien der fünf Todesopfer ihr Beileid aus und wünschten den geretteten Verletzten eine schnelle Genesung.