ISTANBUL – Am 20. März beging die Türkei den ersten Tag des Eid al-Fitr-Festes, wobei Moscheen im ganzen Land mit betenden Gläubigen überfüllt waren. Familien kamen zusammen, um langjährige Traditionen der Einheit und Zusammengehörigkeit zu pflegen.
In Istanbul begann das Fest unter kaltem und regnerischem Himmel, doch dies hielt die große Menschenmenge nicht davon ab, sich in den historischen Moscheen der Stadt zu versammeln. Tausende nahmen am Eid-Gebet an ikonischen Orten wie der Hagia Sophia Moschee, der Fatih Moschee, der Süleymaniye Moschee und der Sultanahmet Moschee teil. Viele Gläubige kamen bereits bei Tagesanbruch, und einige beteten in den Innenhöfen der Moscheen, da die Innenräume schnell überfüllt waren.
Nach den Gebeten tauschten die Menschen warme Grüße aus und wünschten sich gegenseitig ein gesegnetes Fest. In mehreren Moscheen wurden traditionelle Leckereien wie Türkischer Honig, Süßigkeiten und Schokolade verteilt. Viele besuchten außerdem die Friedhöfe, um verstorbene Verwandte zu gedenken und Blumen auf ihren Gräbern niederzulegen.
Reiseverkehr und Traditionen
Das Eid al-Fitr-Fest markiert das Ende des heiligen Monats Ramadan und leitet eine dreitägige Ferienzeit ein, nach einem Monat des täglichen Fastens. Es stellt auch eine der verkehrsreichsten Reisezeiten in der Türkei dar, da Familien traditionell über Provinzen hinweg reisen, um sich mit Verwandten zu vereinen und ältere Angehörige in ihren Heimatstädten zu besuchen.
In diesem Jahr fällt das Fest mit einer Schulferienpause zusammen, was die Nachfrage nach Inlandsreisen noch weiter verstärkt, trotz der relativ kurzen Dauer des Feiertages.
In Bodrum, einem der wichtigsten Tourismuszentren der Türkei, hat der Ferienverkehr deutlich zugenommen. Der Bezirksgouverneur Ali Sırmalı nahm an Inspektionen am Eingang des Bezirks teil und verteilte Informationsbroschüren an die Fahrer. Er betonte, dass die Sicherheitskräfte aktiv im Einsatz seien und berichtete, dass allein an einem Tag etwa 25.000 Fahrzeuge in den Bezirk eingereist seien. Die Gesamtzahl der Besucher wird während des gesamten Feiertages voraussichtlich 100.000 erreichen.
Sicherheitsmaßnahmen und Unfallprävention
Angesichts der häufigen tödlichen Verkehrsunfälle in der Türkei während der Feiertage hat das Innenministerium der Türkei umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen ergriffen. Mehr als 45.000 Verkehrspolizisten und fast 11.000 Patrouillen werden vom 13. bis 23. März im Einsatz sein, um sichere Reisebedingungen zu gewährleisten.
Luftüberwachung, einschließlich Hubschraubern und Drohnen, wird in allen 81 Provinzen eingesetzt, während auf wichtigen Straßen, besonders auf den Routen zu Großstädten wie Istanbul, Beschränkungen für schwere Fahrzeuge eingeführt wurden, um Staus zu vermeiden.
Trotz dieser Vorkehrungen wurden weiterhin Unfälle gemeldet. Am Morgen des 20. März kippte ein Passagierbus im Bezirk Kozan in der Provinz Adana um, wobei zwei Menschen ums Leben kamen und 19 weitere verletzt wurden.