Türkei: Erdbeben der Stärke 4,7 erschüttert Kahramanmaraş am Donnerstagabend

26.02.2026 – 23:30 Uhr

Im Südosten der Türkei hat am Donnerstagabend ein Erdbeben der Stärke 4,7 die Provinz Kahramanmaraş erschüttert. Wie die Afet ve Acil Durum Yönetimi Başkanlığı (AFAD) mitteilte, ereignete sich das Beben um 20.17 Uhr im Landkreis Elbistan. Die Erschütterung hatte eine Tiefe von rund sieben Kilometern.

Keine Schäden gemeldet

Nach Angaben der Behörden wurden umgehend Einsatzteams in die betroffenen Gebiete entsandt, um mögliche Schäden zu überprüfen. Der Gouverneur von Kahramanmaraş, Mükerrem Ünlüer, erklärte über soziale Medien, dass derzeit keine negativen Auswirkungen oder Schäden festgestellt worden seien. Auch AFAD bestätigte, dass es nach aktuellem Stand weder Verletzte noch Sachschäden gebe. Die Lage werde weiterhin genau beobachtet.

Zusammenhang mit den Beben vom 6. Februar 2023

Der Leiter des Erdbebenforschungs- und Anwendungszentrums der Dokuz Eylül Üniversitesi, Prof. Dr. Hasan Sözbilir, ordnete das aktuelle Beben als Nachbeben der schweren Erdbebenserie vom 6. Februar 2023 ein. Es stehe in Verbindung mit der sogenannten Çardak-Verwerfung, die beim zweiten Hauptbeben neun Stunden nach dem ersten großen Erdstoß aktiviert worden sei.

Seit den verheerenden Beben im Februar 2023 seien inzwischen rund 100.000 Nachbeben registriert worden. Laut Sözbilir sei damit zu rechnen, dass Erdstöße ähnlicher Stärke in den kommenden Monaten weiterhin in Provinzen wie Kahramanmaraş, Adıyaman, Malatya, Gaziantep, Elazığ und Hatay auftreten können.

Experten raten zur Ruhe

Nach Einschätzung der Fachleute ist bei Beben dieser Größenordnung in der Regel nicht mit schweren Personen- oder Sachschäden zu rechnen. Dennoch mahnen Experten zur Wachsamkeit und zu einem besonnenen Verhalten im Ernstfall. Eine gute Vorbereitung und ein angemessenes Katastrophenbewusstsein seien entscheidend, um Risiken zu minimieren.