Die Türkei erweitert ihr Angebot an frei zugänglichen Stränden deutlich. Das Kultur- und Tourismusministerium kündigte am Montag an, dass mit drei neuen öffentlichen Strandprojekten die Zahl der kostenlosen Strände im Land auf insgesamt 23 steigen soll.
Die neuen Anlagen entstehen derzeit in der südöstlichen Provinz Bitlis sowie in den nordtürkischen Städten Sinop und Samsun. Konkret handelt es sich um die Standorte Adilcevaz, İnceburun und Yakakent, deren Bauarbeiten bis Ende 2026 abgeschlossen werden sollen.
Das Programm wurde 2019 gestartet und wird ausschließlich vom Kultur- und Tourismusministerium betrieben. Aktuell stehen Bürgerinnen und Bürgern bereits 20 solcher öffentlichen Strände im ganzen Land zur Verfügung. Der Zugang sowie grundlegende Dienstleistungen sind dort kostenlos.
Zu den angebotenen Einrichtungen gehören unter anderem Toiletten, Duschen, Umkleidekabinen, Spielplätze für Kinder, Babywickelräume, Gebetsräume, Sportflächen sowie Veranstaltungsbereiche. Auch Parkplätze und gastronomische Angebote sind integriert. Besonderer Wert wird zudem auf Barrierefreiheit gelegt.
Parallel dazu wächst auch die Zahl der mit der internationalen Blauer Flagge (Blue Flag Program) ausgezeichneten Strände in der Türkei. In den vergangenen zehn Jahren stieg ihre Zahl von 444 auf 577.
Das seit 1987 bestehende Umweltprogramm bewertet Strände nach strengen Umwelt-, Sicherheits- und Infrastrukturkriterien und wird heute in über 50 Ländern umgesetzt.
Auch der Tourismussektor in der Türkei verzeichnet weiterhin Wachstum: Im ersten Quartal 2026 stiegen sowohl die Einnahmen als auch die Zahl internationaler Besucher im Vergleich zum Vorjahr. Die Einnahmen erreichten rund 9,9 Milliarden US-Dollar, während knapp sieben Millionen ausländische Touristen ins Land kamen.