Türkei: Auto von Fluten erfasst – 42-Jähriger stirbt bei Hochwasser in Marmaris

Bild: DHA
06.02.2026 – 15:00 Uhr

In der westtürkischen Provinz Muğla ist ein 42-jähriger Kommunalarbeiter ums Leben gekommen, nachdem er mit seinem Auto von den Fluten eines über die Ufer getretenen Bachs mitgerissen wurde. Der Vorfall ereignete sich im Bezirk Marmaris, wo heftige Regenfälle am Abend und in der Nacht schwere Überschwemmungen verursachten.

Der Mann, Zekeriya Şahin, war als Mitarbeiter der Stadtreinigung der Gemeinde Marmaris tätig. Nach Angaben der Behörden geriet er beim Versuch, mit seinem Fahrzeug den Osmaniye-Bach im gleichnamigen Stadtteil zu überqueren, in die reißenden Wassermassen.

Anwohner, die später ein Auto im Bachbett entdeckten, alarmierten den Notruf. Daraufhin wurden Feuerwehr, Gendarmerie, AFAD und Rettungsdienste zum Einsatzort entsandt. Da zunächst unklar war, ob sich der Fahrer noch im Fahrzeug befand, wurde unter der Koordination von Marmaris’ Landrat Nurullah Kaya eine groß angelegte Such- und Rettungsaktion eingeleitet.

Nach rund drei Stunden intensiver Suche entdeckten die Einsatzkräfte gegen 03.00 Uhr den leblosen Körper von Zekeriya Şahin – etwa 100 Meter von der Stelle entfernt, an der sein Auto gefunden worden war. Die Feuerwehr barg den Toten aus einem Regenwasserkanal, unter dem er eingeklemmt war.

Nach den Ermittlungen vor Ort durch die Gendarmerie und die Staatsanwaltschaft wurde der Leichnam zur Obduktion in das Institut für Rechtsmedizin in Muğla überführt. Zekeriya Şahin war Vater eines Kindes und hatte sich nach Angaben aus seinem Umfeld vor einiger Zeit von seiner Ehefrau getrennt.

Ersten Erkenntnissen zufolge war er auf dem Weg vom Stadtteil Osmaniye in Richtung Turunç, als sich das Unglück ereignete. Die Gendarmerie hat eine Untersuchung zu den genauen Umständen des Vorfalls eingeleitet.