Tragischer Unfall im türkischen Urlaubsort Alanya: Ein 39-jähriger Urlauber ist nach einem Kopfsprung von einem Hotelsteg in seichtes Wasser gestorben. Obwohl ausdrücklich vor dem Sprung gewarnt wurde, rannte der Mann über den Steg und sprang über das Schutzgitter ins Meer.
Der Unfall ereignete sich am Samstag gegen 15 Uhr in einem Hotel im Ortsteil Konaklı im Bezirk Alanya in der türkischen Provinz Antalya.
Nach bisherigen Erkenntnissen näherte sich Arif Erman (39) während seines Urlaubs dem Bereich des Hotelstegs. Dort blickte er zunächst ins Wasser. Rund um den Steg waren Schutzseile angebracht, zudem wiesen Warnschilder ausdrücklich darauf hin, dass das Springen ins Meer gefährlich und verboten ist.
Trotz der Warnungen ging Erman einige Schritte zurück, nahm Anlauf und rannte anschließend über den Steg. Er sprang über das Schutzgitter und kopfüber ins Wasser.
Wasser nur rund 50 Zentimeter tief
Das Wasser an der Stelle soll lediglich etwa 50 Zentimeter tief gewesen sein. Erman zog sich bei dem Sprung schwere Verletzungen zu.
Der am Steg stationierte Rettungsschwimmer sprang unmittelbar ins Wasser und leistete erste Hilfe. Anschließend wurde der 39-Jährige mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht. Dort erlag er jedoch seinen schweren Verletzungen.
Sicherheitskamera filmte den Unfall
Der tragische Vorfall wurde von einer Überwachungskamera aufgezeichnet. Die Aufnahmen zeigen, wie Erman zunächst auf die Stelle blickt, an der er ins Wasser springen will. Danach geht er rückwärts, um offenbar genügend Anlauf zu nehmen, und rennt schließlich los.
Anschließend springt er über die Schutzvorrichtung des Stegs kopfüber ins Meer.
Erman lebte im Bezirk Sapanca in der türkischen Provinz Sakarya. Der verheiratete Familienvater hinterlässt drei Kinder. Er soll in seiner Heimatstadt Sapanca beigesetzt werden.
Die türkischen Behörden haben Ermittlungen zu dem Unfall eingeleitet.