Tourismus im Mittleren Osten verliert täglich 600 Millionen US-Dollar durch Konflikte im Iran

15.03.2026 – 17:00 Uhr

DUBAI/DOHA/ABU DHABI – Laut dem World Travel & Tourism Council (WTTC) verursacht der eskalierende Konflikt in Iran bereits tägliche Verluste von mindestens 600 Millionen US-Dollar im Reise- und Tourismussektor des Mittleren Ostens. Hauptgründe sind Unterbrechungen im Luftverkehr, Sicherheitsbedenken der Reisenden und regionale Verbindungsprobleme, die die Nachfrage deutlich beeinflussen.

Die Region spielt eine zentrale Rolle im globalen Reiseverkehr: Sie macht rund 5 % aller internationalen Ankünfte und 14 % des internationalen Transitverkehrs weltweit aus. Unterbrechungen wirken sich daher nicht nur auf Flughäfen, Flüge, Hotels, Autovermietungen und Kreuzfahrten in der Region aus, sondern haben globale Auswirkungen.

Die wichtigsten Luftverkehrszentren wie Dubai, Abu Dhabi, Doha und Bahrain bedienen normalerweise täglich etwa 526.000 Passagiere. Durch die steigenden Konflikte kam es jedoch zu Betriebsstörungen und temporären Schließungen, die sowohl die regionale als auch die globale Vernetzung stark beeinträchtigen.

WTTC-Präsidentin und CEO Gloria Guevara betont: „Der Tourismussektor gehört zu den widerstandsfähigsten Branchen. Auch wenn die täglichen Einnahmen aktuell stark beeinträchtigt sind, zeigen frühere Krisen, dass sich die Nachfrage sehr schnell – teilweise innerhalb von zwei Monaten – wieder erholen kann, wenn Regierungen und Unternehmen die Sicherheit der Reisenden gewährleisten.“

Guevara unterstrich die Bedeutung von transparenter Kommunikation, enger Zusammenarbeit zwischen öffentlichem und privatem Sektor sowie Sicherheitsmaßnahmen, um Vertrauen zurückzugewinnen und die Erholung der Branche zu unterstützen.

Das WTTC beobachtet die Situation weiterhin genau und arbeitet eng mit Regierungen und Branchenteilnehmern zusammen, um die Sicherheit der Reisenden zu gewährleisten und die Widerstandsfähigkeit des globalen Tourismussektors zu stärken.