In den ersten beiden Monaten des Jahres 2024 wurden in der Türkei insgesamt 101.874 Verkehrsunfälle registriert, darunter 231 tödliche Unfälle und mehr als 33.000 mit Verletzten. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stieg die Zahl der Unfälle, jedoch gab es einen Rückgang der tödlichen Unfälle um fast 40 Prozent.
Laut den Daten des Innenministeriums ereigneten sich in den Monaten Januar und Februar dieses Jahres 280 Todesfälle und 47.689 Verletzte aufgrund von Verkehrsunfällen. Im Vergleich dazu gab es im gleichen Zeitraum 2023 insgesamt 308 Todesopfer und 50.881 Verletzte.
Häufigste Unfallursache: „Seitliche Kollisionen“
Die häufigste Unfallart war in den ersten beiden Monaten dieses Jahres die „seitliche Kollision“, mit 11.354 registrierten Fällen. Weitere häufige Unfallarten waren „Kollisionen bei Kreuzungen“ (1796), „Unfälle durch Auffahrunfälle“ (3.909) und „Unfälle mit stehenden Fahrzeugen“ (452).
Besorgniserregend ist die hohe Zahl der Unfälle, bei denen die Fahrer aufgrund von „Geschwindigkeitsüberschreitung unter schlechten Wetter- oder Straßenbedingungen“ (14.309 Fälle) verantwortlich waren. Weitere häufige Fahrerfehler waren das „Nichtbefolgen der Vorfahrtsregeln“ (6.224 Fälle) und das „Nichteinhalten der Fahrspuren“ (3.035 Fälle).

Fahrzeugtypen und Unfälle
Die Mehrheit der Unfälle ereignete sich mit Pkw (27.645 Fälle), gefolgt von Motorrädern (11.763 Fälle) und Kleintransportern (7.916 Fälle). Auch Fahrräder (546 Fälle) und Traktoren (141 Fälle) waren an einer besorgniserregenden Zahl von Verkehrsunfällen beteiligt.
Forderung nach stärkerer Verkehrskontrolle und Prävention
Die hohe Zahl der Unfälle und die wiederholten Fahrfehler machen deutlich, wie wichtig eine konsequente Durchsetzung der Verkehrssicherheit und Aufklärung der Fahrer ist. Besonders hervorzuheben sind die Maßnahmen gegen Alkoholfahrten, bei denen im Januar und Februar 29.936 Fahrer erwischt wurden.
Die Polizei führte außerdem 345.520 Fahrzeugstilllegungen durch und setzte 4,3 Millionen Strafzettel gegen Fahrzeuge und Fahrer durch. Trotz der gesunkenen Zahl tödlicher Unfälle bleibt die Zahl der Verkehrsunfälle insgesamt alarmierend hoch.