ARTVİN – In der Hochlage von Aksu Yaylası in Artvin (2.300 Meter über dem Meeresspiegel) kam es gestern Mittag zu einer Lawine, bei der der 43-jährige Schäfer Suat Temel ums Leben kam. Zwei weitere Schäfer, darunter ein Afghane, werden weiterhin unter dem Schnee vermisst.
Die Lawine ereignete sich in der Nähe der Grenze zu Erzurum, als sechs Schäfer ihre rund 1.200 Schafe in Richtung Ardanuç treiben wollten. Drei der Schäfer konnten sich selbst retten, während die übrigen unter der Schneedecke verschüttet wurden.
Nach dem Notruf rückten AFAD (Katastrophenschutz), UMKE, Jandarma-Kommandoeinheiten sowie weitere Rettungsteams aus dem Kreis Artvin aus. Mit schwerem Gerät wurde der Weg freigeräumt, um die Rettungsarbeiten zu ermöglichen. Unterstützt wurden die Einsätze von Karayolları, İl Özel İdaresi, Ardanuç Belediyesi, Çoruh Arama Kurtarma (ÇAK) und Hopa Arama Kurtarma (HOPAK).
Bei der Suche wurde die Leiche von Suat Temel geborgen und ins Krankenhaus von Ardanuç überführt. Über 1.000 Schafe konnten in sichere Gebiete gebracht werden. Aufgrund der Dunkelheit und schwieriger Wetterbedingungen mussten die Rettungsarbeiten in der Nacht unterbrochen werden.
Gouverneur Turan Ergün erklärte vor Ort: „Sechs Schäfer wurden mit ihrer Herde von der Lawine erfasst. Drei konnten sich selbst retten. Etwa 100 Rettungskräfte arbeiten auf einer Fläche von einem Kilometer. Die Evakuierung der Schafe konnte erfolgreich durchgeführt werden. Leider haben wir die Leiche eines Schäfers geborgen.“
Die Suche nach den beiden vermissten Schäfern wurde bei Tagesanbruch wieder aufgenommen. Unter schwierigen Wetterbedingungen und starkem Schneefall werden weiterhin Thermalkameras und schweres Gerät eingesetzt, bislang jedoch ohne Erfolg.