Das weltweit beachtete „Times Higher Education“ (THE)-World-University-Ranking 2026 zeigt einen anhaltenden Aufstieg asiatischer Hochschulen, während nordamerikanische und britische Spitzeninstitutionen die Spitzenplätze weiterhin dominieren. Die Türkei ist im Gesamtranking mit fünf Universitäten in den Top 500 vertreten.
Laut dem am Mittwoch veröffentlichten Bericht setzen asiatische Universitäten ihren Aufwärtstrend vor allem in den MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) fort. Bemerkenswert ist jedoch, dass sie in Bereichen wie Kunst und Geisteswissenschaften, Erziehungswissenschaften und Jura ihre Konkurrenten in Europa und Nordamerika mittlerweile sogar schneller aufholen.
An der absoluten Weltspitze bleiben die US-Eliteuniversitäten und deren britische Pendants. Das Massachusetts Institute of Technology (MIT) führt erneut in drei Kategorien. Die Universitäten Oxford und Cambridge sicherten sich in mehreren Disziplinen die ersten Plätze. Nur Harvard, Stanford und Cambridge schafften es in allen elf bewerteten Fachgebieten unter die ersten Zehn.
Für Aufsehen sorgt der asiatische Raum. So stiegen die Lebenswissenschaften der National University of Singapore auf Platz 19 und platzierten damit drei asiatische Universitäten unter den globalen Top 20 dieser Disziplin. Laut THE verbesserten sich chinesische Hochschulen in Jura um 80 Prozent und südkoreanische in den Erziehungswissenschaften um 42 Prozent.
Türkische Universitäten mit gemischtem Bild
Aus türkischer Sicht ist die Koç-Universität mit Platz 301 im Gesamtranking die am höchsten platzierte Einrichtung. Es folgen die Middle East Technical University und die Sabancı Universität (beide Rang 351), die Boğaziçi Universität (Rang 401) sowie die Technische Universität Istanbul (Rang 501). In den Fachrankings konnten sich insbesondere im Ingenieurwesen und in den Informatikwissenschaften mehrere türkische Universitäten unter den Top 400 positionieren.
Das THE-Ranking bewertet Universitäten in elf Fächergruppen anhand von Indikatoren wie Lehrumfeld, Forschungsstärke, Zitationsimpact und Internationalität. Für die aktuelle Ausgabe wurden Daten von über 2.100 Universitäten aus 115 Ländern ausgewertet.