Teurer Trend: Immer mehr türkische Schüler streben höhere Schulbildung im Ausland an

25.01.2026 – 18:00 Uhr

Die Zahl der türkischen Jugendlichen, die ihre gesamte Schulausbildung oder einen Teil davon im Ausland absolvieren möchten, steigt deutlich. Als wesentliche Treiber dieses Trends nennen Bildungsbeobachter die stark gestiegenen Gebühren privater Schulen im Heimatland sowie den strategischen Vorteil für ein späteres Studium an einer ausländischen Universität.

„Die Nachfrage nach Schulplätzen im Ausland ist in den letzten Jahren erheblich gestiegen“, bestätigt Metin Koç, Bildungsexperte für Auslandsstudien, im Gespräch. Ein zentrales Motiv sei der einfachere Zugang zu internationalen Hochschulen nach einem ausländischen Schulabschluss.

Zu den bevorzugten Zielländern zählen traditionell englisch- und deutschsprachige Staaten wie das Vereinigte Königreich, die USA, Kanada und Deutschland. In der Regel ist der Nachweis von Sprachkenntnissen erforderlich. Einen einheitlichen Aufnahmetest gibt es nicht, da jedes Land und oft jede Schule ihr eigenes Auswahlverfahren hat.

Der Bildungserwerb im Ausland hat jedoch seinen Preis. Wie der Experte ausführt, beginnen die Jahreskosten für den Schulbesuch in Europa bei durchschnittlich 23.000 Euro und können bis zu 35.000 Euro betragen. In den USA liegen die Gebühren zwischen 25.000 und 50.000 US-Dollar pro Jahr. Viele Familien nehmen diese Investition dennoch in Kauf, um den Bildungsweg ihrer Kinder zu ebnen.