Symbolischer Staffellauf in der Türkei zum 19. Mai: Athleten bringen Erde aus Atatürks Geburtsort nach Samsun

18.05.2026 – 19:00 Uhr

In der Türkei laufen die Vorbereitungen für den Nationalfeiertag am 19. Mai auf Hochtouren. Zum Gedenktag für Atatürk, Jugend und Sport haben Behörden symbolisch Erde aus dem Geburtsort des Staatsgründers Mustafa Kemal Atatürk im heutigen Thessaloniki in Griechenland in die Türkei gebracht. 

Die sogenannte „Ahnen-Erde“, in eine türkische Flagge gehüllt, wurde über die Grenzstation İpsala in der Provinz Edirne transportiert. Die Aktion wurde von lokalen Behörden und türkischen Organisationen initiiert.

Anschließend wurde die Erde an eine Gruppe von Athleten übergeben, die sie im Rahmen eines symbolischen Friedenslaufs zunächst in die Schwarzmeerstadt Samsun und später bis zum Mausoleum Anıtkabir in der Hauptstadt Ankara bringen sollen.

Der 19. Mai zählt zu den wichtigsten nationalen Feiertagen des Landes. Er erinnert an Atatürks Ankunft in Samsun im Jahr 1919, die als Beginn des türkischen Unabhängigkeitskampfes nach dem Zerfall des Osmanischen Reiches gilt.

Im ganzen Land finden zahlreiche Veranstaltungen statt, darunter Konzerte, Festivals und Sportläufe. In Samsun absolvierte die türkische Luftwaffe bereits Probeflüge der Kunstflugteams SOLOTÜRK und Turkish Stars.

Auch in anderen Städten wurde der Feiertag sportlich begangen: In der Provinz Kırıkkale nahmen Bürger an einem Fünf-Kilometer-Lauf teil, in Rize an einem Lauf über 5.353 Meter. In Istanbul beteiligten sich über 1.000 Menschen an einem symbolischen 1.919-Meter-Lauf, der auf das Jahr des Unabhängigkeitskampfes anspielt.

In der Region Kastamonu formten Schüler zudem eine riesige Halbmond-und-Stern-Choreografie als Hommage an die türkische Flagge.