Studie verrät: Das sind die häufigsten Straftaten in der Türkei

24.05.2026 – 8:00 Uhr

In der Türkei gehören nicht-sexuelle Belästigung und Cyberkriminalität zu den häufigsten Straftaten, die innerhalb eines Jahres erlebt wurden. Das zeigt eine erstmals landesweit durchgeführte Viktimisierungsstudie des türkischen Statistikamtes Turkish Statistical Institute (TÜİK).

Laut der Erhebung gaben 4,6 Prozent der Befragten an, im vergangenen Jahr von nicht-sexueller Belästigung betroffen gewesen zu sein. Damit ist diese Form die am häufigsten genannte Straftat. Cyberkriminalität folgt mit 3,5 Prozent, während Betrugsfälle im Verbraucherbereich 2,8 Prozent erreichten.

Weniger häufig wurden Gewaltstraftaten gemeldet: Körperverletzung lag bei 1,3 Prozent, Bedrohungen bei 1,2 Prozent. Raub, Fahrzeugdiebstahl und Diebstähle aus Fahrzeugen blieben insgesamt selten und betrafen jeweils weniger als ein Prozent der Befragten.

Deutliche Unterschiede zeigten sich jedoch bei der Anzeigequote. Fahrzeugdiebstahl wurde am häufigsten bei den Behörden gemeldet, ebenso Diebstähle von Motorrädern oder Mopeds. Mehr als die Hälfte der Fälle von Körperverletzung wurden ebenfalls angezeigt.

Demgegenüber wurden nur 14,7 Prozent der Fälle nicht-sexueller Belästigung und 11 Prozent der sexuellen Belästigung offiziell gemeldet. Bestechungsfälle wiesen die niedrigste Anzeigequote auf.

Die Studie zeigt zudem, wie Haushalte versuchen, sich vor Kriminalität zu schützen. Am häufigsten werden verstärkte Stahltüren genutzt, gefolgt von Überwachungskameras und Gittern an Fenstern.

Bei Einbrüchen wurden vor allem elektronische Geräte sowie Gold und Schmuck als gestohlene Gegenstände genannt.