Der Streamingdienst Spotify hat angekündigt, bis Ende Juni ein eigenes Büro in Istanbul zu eröffnen. Mit diesem Schritt will das Unternehmen seine Präsenz in der Türkei deutlich ausbauen und das lokale Musik- und Kreativökosystem langfristig stärken.
Das neue Istanbul-Büro soll als regionaler Hub dienen. Spotify plant, im Laufe des Jahres lokale Fachkräfte einzustellen und die Zusammenarbeit mit dem internationalen Management zu intensivieren. Die Türkei bleibe einer der Prioritätsmärkte des Unternehmens, hieß es. Weitere Investitionen in Führungsebene und Teams seien bis 2026vorgesehen.
Im Zuge der neuen Struktur übernimmt Akshat Harbola eine erweiterte Rolle als General Manager für den Nahen Osten, Nordafrika, Pakistan und die Türkei.
Als Teil seines langfristigen Engagements will Spotify ab dem Frühjahr 2026 die Spotify Masterclasses nach Istanbul bringen. Die Workshops sollen sich mit der Streaming-Ökonomie, redaktionellen Playlists und Plattform-Tools befassen und gezielt lokale Künstlerinnen und Künstler unterstützen.
Zudem setzt Spotify seine etablierten Programme fort:
-
EQUAL Türkei zur Förderung von Künstlerinnen
-
RADAR Türkei zur Unterstützung aufstrebender Talente
-
das ICON-Programm, das ikonische türkische Künstler insbesondere jüngeren Hörern unter 25 näherbringt
Akshat Harbola betonte, die Eröffnung des Büros sei ein „struktureller, kein symbolischer Schritt“. Spotifys Rolle in der Türkei gehe weit über reines Streaming hinaus. Die Unterstützung von Künstlern und Content Creators bleibe oberste Priorität.
Die Zahlen unterstreichen das wachsende internationale Interesse: 2025 streamten 52 Millionen Nutzer außerhalb der Türkei mindestens einen türkischsprachigen Song. Zwischen 2020 und 2025 stiegen die internationalen Abrufe türkischer Musik um mehr als 160 Prozent.