Kyrenia – Die Suche nach 14 Menschen, die nach dem Untergang eines Hochgeschwindigkeits-Passagierschiffs vor der Küste von Kyrenia weiterhin vermisst werden, ist mit einem speziell ausgerüsteten Forschungsschiff ausgeweitet worden.
Das aus der Türkei entsandte Schiff „Optimus Prime“ hat das Wrack erreicht und mit Unterwasser-Such- und Inspektionsarbeiten begonnen. Das Schiff ist für Tiefseeforschung ausgelegt und kann auch auf offener See seine Position präzise halten. Mithilfe ferngesteuerter Unterwasserfahrzeuge sollen nun Bereiche des Wracks untersucht werden, die bislang nur schwer zugänglich waren.
Der nord-zyprische Ministerpräsident Ünal Üstel und Vize-Ministerpräsident Fikri Ataoğlu besuchten das Schiff und machten sich vor Ort ein Bild von den Sucharbeiten. Üstel betonte, die Suche werde rund um die Uhr fortgesetzt. Alle verfügbaren Mittel würden eingesetzt, um die Vermissten zu finden.
„Die Familien sollen wissen, dass unser Staat die Suche nach den Vermissten nicht aufgegeben hat“, sagte Üstel. Jeder Teil des Wracks solle sorgfältig untersucht werden. Die Operation werde eng mit der Türkei koordiniert.
Wrack liegt in 554 Metern Tiefe
Üstel würdigte zudem den Einsatz der türkischen Marine mit den Schiffen TCG Alemdar und TCG Işın. Die Suchmaßnahmen würden zu Wasser, aus der Luft und an Land fortgesetzt, bis die Vermissten gefunden seien.
Das Passagierschiff „Filo Jet“, das zwischen Kyrenia und Taşucu in der türkischen Provinz Mersin verkehrte, hatte am 30. August kurz nach dem Auslaufen aus dem Hafen von Kyrenia gegen Mittag begonnen, Wasser aufzunehmen. Beim Versuch, zum Hafen zurückzukehren, sank das Schiff.
An Bord befanden sich insgesamt 267 Passagiere und Besatzungsmitglieder. 239 Menschen wurden gerettet, 14 kamen ums Leben und weitere 14 werden noch vermisst. Das Wrack liegt in einer Tiefe von rund 554 Metern vor der Küste von Kyrenia.