Skandalpreis in Fethiye: 1.450 TL-Lahmacun zieht Konsequenzen nach sich

30.05.2026 – 8:00 Uhr

In der türkischen Tourismusregion Fethiye in der Provinz Muğla hat das Handelsministerium ein Restaurant wegen mutmaßlich überhöhter und regelwidriger Preise ins Visier genommen. Auslöser waren öffentliche Beschwerden über extrem hohe Preise – darunter ein Lahmacun, das Berichten zufolge 1.450 Türkische Lira (ca. 27 Euro) kosten soll.

Nach Angaben des Handelsministeriums führte die Handelsdirektion der Provinz Muğla am 27. Mai 2026 eine unangekündigte Kontrolle in dem Betrieb durch. Dabei wurden zahlreiche Verstöße festgestellt.

24 Produkte mit Regelverstößen

Bei der Überprüfung identifizierten die Behörden insgesamt 24 Produkte, bei denen gegen Vorschriften des Verbraucherschutzgesetzes sowie der Preisetikettenverordnung verstoßen wurde. Das Unternehmen wurde daraufhin mit einer Geldstrafe belegt.

Die Verstöße betrafen insbesondere fehlerhafte oder unvollständige Preisangaben sowie Unregelmäßigkeiten bei Menü- und Etikettinformationen.

Verdacht auf überhöhte Preise

Über die formalen Verstöße hinaus nahm das Ministerium auch mehrere Preisgestaltungen genauer unter die Lupe. Bei fünf Produkten ergaben sich Hinweise auf mögliche „unangemessen hohe Preise“. Diese Fälle wurden an den Rat zur Bewertung unlauterer Preispraktiken (Haksız Fiyat Değerlendirme Kurulu) weitergeleitet. Dort soll über mögliche zusätzliche Sanktionen entschieden werden.

Verschärfte Kontrollen in der Tourismussaison

Das Handelsministerium betonte, dass insbesondere während der Feiertage und der Tourismussaison verstärkt kontrolliert werde, um Verbraucher vor Missbrauch zu schützen. Ziel sei es, eine transparente und faire Preisgestaltung sicherzustellen.

Zugleich wurde Verbraucher dazu aufgerufen, Verstöße aktiv zu melden – etwa über das CİMER-System, die ALO-175-Verbraucherhotline oder die HFA-App gegen unfaire Preissteigerungen.