Seit 2020 vermisst: Neue Wendung im Fall Gülistan Doku – Verdächtige frei, Tumult vor Gericht

Bild: DHA
18.04.2026 – 10:00 Uhr

Im Fall der seit Januar 2020 vermissten Studentin Gülistan Doku hat es neue Entwicklungen gegeben. Zwei Verdächtige, die im Zusammenhang mit den Ermittlungen festgenommen worden waren, sind nach ihren Aussagen bei der Staatsanwaltschaft unter Auflagen wieder freigelassen worden.

Bei den Beschuldigten handelt es sich um zwei Mitarbeiter der Munzur-Universität, die für die Überwachungskameras zuständig waren. Ein Gericht ordnete ihre Freilassung unter Auflagen an, darunter ein Ausreiseverbot.

Vor dem Gerichtsgebäude kam es im Anschluss zu einem handfesten Streit zwischen Angehörigen der Vermissten und den Familien der Verdächtigen. Dabei kam es zu einem Gerangel und Faustschlägen, bis die Polizei eingriff und die Situation unter Kontrolle brachte. Die Familie Doku erstattete Anzeige gegen die Gegenseite.

Gülistans Schwester Aygül Doku äußerte sich nach dem Vorfall sichtlich erschüttert. Sie warf der anderen Seite Provokationen vor und forderte, dass der Fall endlich aufgeklärt wird. Zudem verlangte sie die Festnahme einer weiteren Person, die ihrer Ansicht nach mit dem Verschwinden in Verbindung steht.

Gülistan Doku, eine Studentin aus Tunceli, wird seit dem 5. Januar 2020 vermisst. Trotz jahrelanger Ermittlungen konnte ihr Schicksal bislang nicht aufgeklärt werden.