Schulstart und Rückreiseverkehr nach Ramadan-Feiertagen: Türkei im Verkehrschaos

23.03.2026 – 19:00 Uhr

ISTANBUL – Millionen Schüler in der Türkei kehrten am 23. März nach den Feiertagen zurück in die Klassenzimmer, während sich auf den Autobahnen ein massiver Rückreiseverkehr staute. Die zweite Hälfte der Eid-al-Fitr-Feiertage sorgte für volle Straßen und lange Staus auf den wichtigsten Verkehrsachsen des Landes.

Besonders stark betroffen war die zentrale Provinz Kırıkkale, ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt, der 43 Provinzen miteinander verbindet. Am Knotenpunkt der Autobahnen Kırıkkale-Ankara D200 und Kırıkkale-Kayseri D765 kam es zeitweise zu stockendem Verkehr, Fahrzeuge standen bumper-to-bumper, und lange Schlangen bildeten sich entlang der Hauptstrecken.

Die Polizei und Gendarmerie verstärkten ihre Kontrollen und Sicherheitsmaßnahmen, um die Reisenden zu schützen. Das Innenministerium appellierte an die Verkehrsteilnehmer, besonders aufmerksam zu fahren und die Straßenregeln einzuhalten.

Die Ferienzeit führte zudem zu einem Anstieg des Inlandstourismus. Besonders die historische Stadt Mardin im Südosten der Türkei verzeichnete einen Besucheranstieg. Hotels mit über 22.000 Betten in mehr als 60 Einrichtungen erreichten eine Auslastung von 99 Prozent. Sehenswürdigkeiten wie der Cumhuriyet-Platz, das Mardin-Museum, die Kasımiye-Medrese und das Deyrulzafaran-Kloster waren stark frequentiert.

Laut Özgür Azad Gürgör, stellvertretender Vorsitzender eines regionalen Hoteliersverbands, trugen die gestiegene Stabilität der Region und die Aufmerksamkeit durch die beliebte Fernsehserie „Uzak Şehir“ zum Anstieg der Besucherzahlen bei. Auch benachbarte Provinzen wie Diyarbakır, Batman und Şanlıurfa profitierten von der wachsenden touristischen Nachfrage, insbesondere auch von Gästen aus Ostasien.

Neben dem Inlandstourismus reisten Tausende Türken für Kurztrips auf die nahegelegenen griechischen Inseln. Medien berichteten von über 2.000 türkischen Besuchern auf Lesbos, ähnlich hohe Zahlen wurden auf Samos verzeichnet. Hotels, Restaurants und Cafés auf den Inseln meldeten volle Kapazitäten.

Im vergangenen Jahr hatten rund 1,4 Millionen türkische Touristen Griechenland besucht, wobei die neu eingeführte Visa-on-Arrival-Regelung für ausgewählte Inseln als wichtiger Faktor für das Wachstum genannt wird.