Schüsse vor Schule in der Türkei: Ein Schüler tot, acht Verletzte

Bild: DHA
22.09.2026 – 9:22 Uhr

(DHA) Ein Bewaffneter hat am Dienstagmorgen vor der İnci-Üzmez-Berufsschule im Bezirk Turgutlu in der westtürkischen Provinz Manisa das Feuer eröffnet. Nach Angaben von Turgutlus Bürgermeister Çetin Akın wurde dabei ein Schüler getötet, acht weitere Menschen wurden verletzt. Der Tatverdächtige flüchtete zu Fuß und wurde später festgenommen.

Der Schütze eröffnete gegen 8 Uhr vor der Schule mit einem Jagdgewehr das Feuer. Die Verletzten wurden mit Rettungswagen in das staatliche Krankenhaus von Turgutlu gebracht.

Tatverdächtiger auf Überwachungskamera zu sehen

Nach dem Vorfall wurden Aufnahmen einer Überwachungskamera veröffentlicht, die den Tatverdächtigen vor und nach der Tat zeigen sollen. Darauf ist zu sehen, wie der Mann mit einem Jagdgewehr zu Fuß zum Tatort kommt. Nach den Schüssen läuft er zunächst davon und entfernt sich anschließend mit der Waffe in der Hand im Laufschritt vom Tatort.

Die Polizei leitete umgehend eine Fahndung nach dem flüchtigen Tatverdächtigen ein. Nach Angaben der Behörden konnte er später anhand der Auswertung von Überwachungskameraaufnahmen festgenommen werden.

Eine Kamera eines nahe gelegenen Geschäfts soll ebenfalls aufgezeichnet haben, wie der Mann mit der Waffe eintraf, das Feuer eröffnete und anschließend flüchtete.

Eltern versammeln sich vor der Schule

Nach Bekanntwerden der Schüsse versammelten sich zahlreiche Eltern vor der Schule, um nach ihren Kindern zu sehen. Einige gerieten mit Polizisten aneinander, als sie versuchten, das Schulgelände zu betreten.

Das Gouverneursamt von Manisa erklärte in einer ersten Stellungnahme, dass nach Meldungen über Schüsse in der Nähe der Schule Polizei- und Rettungskräfte zum Einsatzort geschickt worden seien. Die Ermittlungen zu dem Vorfall dauerten an.

Das Motiv für die Schüsse war zunächst nicht bekannt.