Ein Passagierflugzeug der türkischen Fluggesellschaft Corendon Airlines ist am Morgen auf dem Weg von Korfu nach Nürnberg unter Begleitung von Eurofighter-Kampfjets gelandet. Zuvor hatte die Maschine den Notfallcode 7500 gesendet. Dieser Code steht international für eine mögliche Entführung. Der Vorfall sorgte für einen kurzzeitigen Stillstand des Flugbetriebs am Nürnberger Flughafen. Die Airline spricht von einem technischen Defekt.
Laut der deutschen Bundespolizei und der Flughafenverwaltung hatte die Maschine mit der Flugnummer XR-456 während des Flugs über deutschem Hoheitsgebiet den Transpondercode 7500 ausgesendet. Dieser Code wird verwendet, um eine Entführung oder illegale Einflussnahme auf das Flugzeug anzuzeigen. Zudem sei der Funkkontakt zu den Piloten zeitweise abgebrochen gewesen.
Als Reaktion auf das Signal stiegen Kampfflugzeuge vom Typ Eurofighter auf und begleiteten die Passagiermaschine bis zur Landung in Nürnberg. Die Landung verlief laut Behördenangaben ohne Zwischenfälle. Der Flughafen Nürnberg wurde weiträumig abgesichert und der Flugbetrieb vorübergehend eingestellt. Erst gegen 13:30 Uhr Ortszeit wurden Starts und Landungen wieder aufgenommen.
Airline: Kurzzeitige Störung im Funksystem
Im Anschluss erklärte die Fluggesellschaft Corendon Airlines, dass die Ursache für den Zwischenfall eine kurzzeitige Störung im Funkkommunikationssystem gewesen sei. Diese habe sich im kroatischen Luftraum ereignet. In der Folge sei der Notfallcode automatisch oder durch die Besatzung ausgelöst worden. Der Vorfall habe sich gegen 09:00 Uhr UTC ereignet.
Das Unternehmen betonte, dass zu keinem Zeitpunkt eine tatsächliche Gefahr für Passagiere, Besatzung oder das Flugzeug bestanden habe. Die Situation wurde von der Airline und den zuständigen Behörden unmittelbar überwacht und alle notwendigen Vorbereitungen für die Landung wurden getroffen.