Istanbul – Heftiger Schneefall und vereiste Straßen haben in mehreren türkischen Provinzen zu einem eintägigen Aussetzen des Präsenzunterrichts am 26. Februar geführt. Meteorologen warnen, dass das schwierige Winterwetter in den östlichen Regionen anhalten und die Kälte nach Westen ausbreiten wird.
In der nordöstlichen Stadt Bayburt wurden alle Schulen geschlossen, nachdem der Schneefall den Verkehr stark beeinträchtigte. Auch in Erzincan im Osten und in der Schwarzmeerstadt Gümüşhane traten landesweite Schulschließungen in Kraft, die sowohl formalen als auch informellen Unterricht betrafen.
Die östliche Stadt Tunceli meldete Schließungen in allen drei Bezirken, während in fünf Bezirken der östlichen Provinz Erzurum der Unterricht ausgesetzt wurde.
Weitere Schulschließungen gab es im Bezirk Karlıova der östlichen Provinz Bingöl, im Bezirk Göksun der südlichen Provinz Kahramanmaraş sowie im Halkapınar-Bezirk der zentralen Stadt Konya.
Während der Osten der Türkei unter anhaltendem Schneefall leidet, erlebt Istanbul einen scharfen, aber kurzlebigen Kälteeinbruch. Vorhersagen zufolge ist in der Metropole bis zum Mittag des 27. Februar weiterhin mit wechselndem Regen zu rechnen.
Wasserdefizit bleibt kritisch
Trotz des winterlichen Wetters bleibt die Türkei 2026 von einem der schwersten Wasserdefizite der letzten zwei Jahre betroffen. Laut Professor Mikdat Kadıoğlu vom Fachbereich Klimawissenschaft der Istanbul Technischen Universität hat die meteorologische Dürre bereits hydrologische und landwirtschaftliche Dürren verursacht.
„Kurzfristige Niederschläge können den Eindruck einer Erholung vermitteln, doch um ein tiefes hydrologisches Defizit auszugleichen, wären mindestens 6 bis 12 Monate überdurchschnittlicher Niederschläge notwendig“, so Kadıoğlu.