Erneut sorgten waghalsige Klippenspringer an der türkischen Mittelmeerküste für besorgte Blicke. Am berühmten Konyaaltı-Strand in Antalya sprangen zwei Männer nacheinander von einer rund 40 Meter hohen Felswand ins Meer und nahmen dabei die tödliche Gefahr offenbar bewusst in Kauf.
Der Vorfall ereignete sich an den steil abfallenden Kalksteinklippen, die die Küstenlinie des beliebten Urlaubsortes prägen. Laut Augenzeugenberichten näherte sich zunächst eine Person dem Abgrund, verharrte kurz und warf einen mitgebrachten Stein in die Tiefe. Unmittelbar darauf sprang sie selbst. Nach dem Aufprall auf der Wasseroberfläche schwamm der Mann zielgerichtet zu einem Komplizen, der bereits im Wasser wartete. Wenige Momente später folgte ein zweiter Springer von exakt derselben Stelle.
Die Besucher des Strandabschnitts verfolgten die Szenen mit wachsender Sorge. „Wir haben mit angehaltenem Atem zugesehen”, schilderte ein Beobachter die beklemmende Stimmung. Wie riskant dieses Verhalten ist, verdeutlicht die pure Fallhöhe: Bei 40 Metern erreicht ein Springer Geschwindigkeiten von knapp 100 Kilometern pro Stunde. Bereits ein minimaler Fehler in der Körperhaltung kann zu schwersten inneren Verletzungen oder zum Tod führen.
Nur wenige hundert Meter weiter, am Zugang über die Varyant-Straße, bot sich ein ähnliches Bild. Von einer etwa sechs Meter hohen Felsnase sprangen ebenfalls Jugendliche in das türkisfarbene Wasser. Dieses Phänomen ist saisonal und offenbar hartnäckig. Obwohl die Behörden seit Jahren vor den lebensgefährlichen Sprüngen warnen, wiederholt sich das Ritual der selbsternannten Extremsportler jeden Sommer. Von einer nachhaltigen Abschreckung kann bislang keine Rede sein.