Zum Beginn der Sommersaison hat sich in den türkischen Urlaubsregionen eine neue Welle der Empörung über überhöhte Preise ausgebreitet. Besonders auffällig ist die Rechnung eines Restaurants im beliebten Ferienort Ayvalık (Provinz Balıkesir): Eine Familie musste für ein Abendessen umgerechnet rund 8.890 Türkische Lira zahlen. Der in den sozialen Medien veröffentlichte Beleg offenbart Preise, die von vielen Nutzern als „Wucher” und „Abzocke” kritisiert werden.
Auf dem Beleg, der auf den 18. Juni 2026 datiert ist, stechen vor allem die Kosten für Grundnahrungsmittel und Meeresfrüchte hervor. So wurden für eine einzige Portion frittierten Kalamar 1.450,10 Lira verlangt. Diverse Vorspeisen wie Karotten-Tarator, Favabohnen-Püree und Şakşuka wurden mit Beträgen zwischen 415 und 450 Lira pro Teller berechnet, was einem durchschnittlichen Portionspreis von etwa 425 Lira entspricht.
Die größte Welle der Entrüstung in den Kommentarspalten löste jedoch der Preis für ein simples Grundnahrungsmittel aus. Eine einzelne Flasche Wasser kostete 150 Lira. Für drei konsumierte Flaschen summierte sich dieser Posten somit auf 450 Lira. Nutzer kommentierten, solche Forderungen seien „kein Handel mehr, sondern reine Profitgier”.
Unter dem Beitrag, der viral ging und binnen kurzer Zeit tausende Interaktionen verzeichnete, beklagten Bürger vor allem mangelnde Kontrollen in touristischen Gebieten. Zahlreiche Stimmen warnten, eine derartige Preispolitik würde gezielt einheimische Gäste vertreiben und sie ins kostengünstigere Ausland treiben. In den Reaktionen wird die Forderung laut, das Handelsministerium und die Kommunalverwaltungen müssten die Überwachung von Wucherpreisen in den Urlaubsregionen massiv verstärken.