Ein neu entwickeltes, KI-gestütztes Ultraschallgerät könnte die Diagnose von Tierkrankheiten revolutionieren. Die Technologie wurde in der türkischen Stadt Adana präsentiert und soll insbesondere die Früherkennung von Erkrankungen deutlich verbessern.
Das von einem Team um den chinesischen Ingenieur Xingbao Luo entwickelte Gerät kombiniert klassische Ultraschalluntersuchungen mit künstlicher Intelligenz. Dabei analysiert das System die aufgenommenen Bilder automatisch, erkennt Abweichungen in Organstrukturen und bewertet mögliche Krankheitsbilder. Im Falle auffälliger Befunde erstellt die Software eine Liste potenzieller Diagnosen und gibt Hinweise auf weiterführende Untersuchungen wie Bluttests.

Laut dem Entwickler liegt der Vorteil vor allem in der präziseren Auswertung der Daten. Während Tierärzte bislang auf Erfahrungswerte und Fachliteratur angewiesen sind, berücksichtigt die KI unterschiedliche Faktoren wie Größe und Gewicht der Tiere systematisch. Dadurch sollen Fehleinschätzungen reduziert werden, wie sie beispielsweise bei der Untersuchung unterschiedlich großer Tiere auftreten können.
Auch in der Praxis stößt die Technologie auf positive Resonanz. So berichtete eine Tierhalterin, dass bei ihrem Hund mithilfe des Geräts ein bislang unentdecktes Herzproblem diagnostiziert worden sei. Die frühzeitige Erkennung ermöglicht nun eine schnellere Behandlung.
Veterinärmediziner sehen in der Entwicklung ein vielversprechendes Werkzeug zur Unterstützung im Alltag. Der Einsatz künstlicher Intelligenz kann die Arbeit erleichtern und die diagnostische Sicherheit erhöhen. Derzeit wird das System an verschiedenen Standorten weltweit getestet, darunter auch in Adana.