NATO-Gipfel in Ankara: Erdoğan überreicht Staatschefs personalisierte Pistolen als Geschenke

10.07.2026 – 11:00 Uhr

Nach dem NATO-Gipfel in Ankara haben die teilnehmenden Staats- und Regierungschefs vom türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan besondere Geschenke erhalten: personalisierte Pistolen mit eingravierten Namen der jeweiligen Empfänger.

Nach dem am 7. und 8. Juli in der türkischen Hauptstadt ausgerichteten Spitzentreffen überreichte Erdoğan jedem teilnehmenden Staats- und Regierungschef einen hochwertigen Zeremonialrevolver. Die Waffen wurden in speziellen Schatullen zusammen mit Munition und einer von Erdoğan unterzeichneten Genehmigung zur Ausfuhr aus der Türkei übergeben.

Zusätzlich erhielten die Gäste eine englischsprachige Ausgabe von Erdoğans Biografie mit einem persönlich unterschriebenen Begleitschreiben.

Waffen bleiben größtenteils in staatlicher Verwahrung

Nach Berichten europäischer Medien gelten die limitierten Revolver als wertvolle Zeremonialobjekte. Daher wird erwartet, dass sie nicht als persönlicher Besitz der Empfänger genutzt werden, sondern in staatlichen Sammlungen aufbewahrt oder in Museen ausgestellt werden.

Der britische Premierminister Keir Starmer erklärte nach seiner Rückreise, er habe das Geschenk in der britischen Botschaft in der Türkei gelassen. Der Import nach Großbritannien würde gegen die dortigen Waffenvorschriften verstoßen, obwohl Erdoğan eine Genehmigung zur Ausfuhr aus der Türkei ausgestellt habe.

Auch der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz ließ die Pistole zunächst in der Türkei. Ein Sprecher der Bundesregierung teilte der Deutschen Presse-Agentur mit, dass die Waffe an die deutsche Botschaft übergeben wurde, um eine rechtmäßige Einfuhr nach Deutschland und die Aufnahme in das offizielle Verzeichnis staatlicher Geschenke zu ermöglichen.

Kanada will Waffe unbrauchbar machen

Das kanadische Außenministerium teilte mit, dass der Revolver, der der kanadischen Delegation überreicht wurde, an die Royal Canadian Mounted Police übergeben werde. Dort soll die Waffe dauerhaft unbrauchbar gemacht werden.

Anschließend könnte das Geschenk in einer geeigneten öffentlichen Einrichtung oder einem Museum ausgestellt werden.

Nach Angaben des Nachrichtenportals Politico erhielten auch EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und EU-Ratspräsident António Costa personalisierte Revolver.