Ankara – Die türkische Hauptstadt Ankara richtet am 7. und 8. Juli den 36. NATO-Gipfel der Staats- und Regierungschefs aus. Zu dem Treffen werden die Spitzenvertreter aller 32 Mitgliedstaaten des Verteidigungsbündnisses erwartet. Es ist das zweite Mal nach dem NATO-Gipfel in Istanbul im Jahr 2004, dass die Türkei Gastgeber eines solchen Treffens ist.
Den Auftakt des Gipfels bildet am 6. Juli eine Pressekonferenz von NATO-Generalsekretär Mark Rutte im Internationalen Medienzentrum im Stadtteil Beştepe. Im Mittelpunkt der Beratungen stehen die Geschlossenheit des Bündnisses, die Verteidigungsausgaben der Mitgliedstaaten, der Krieg in der Ukraine, die regionale Sicherheit sowie die Zusammenarbeit in der Rüstungsindustrie.
Bereits am 7. Juli findet im NATO Congresium das NATO-Forum zur Verteidigungsindustrie statt. Dort werden Vertreter der Bündnisstaaten und der internationalen Rüstungsindustrie erwartet. Mark Rutte wird gemeinsam mit dem türkischen Vizepräsidenten Cevdet Yılmaz und Verteidigungsminister Yaşar Güler sprechen.
Am selben Tag kommen zudem die Außenminister der NATO mit ihren Amtskollegen aus den Staaten der Istanbul Cooperation Initiative zusammen. Dazu gehören Bahrain, Kuwait, Katar und die Vereinigten Arabischen Emirate. Darüber hinaus veranstaltet die Türkei im Verteidigungsministerium einen Empfang für die Verteidigungsminister der NATO sowie für Vertreter aus Australien, Japan, Neuseeland und Südkorea.
Präsident Recep Tayyip Erdoğan und seine Ehefrau Emine Erdoğan laden die Staats- und Regierungschefs sowie deren Partner am Abend des 7. Juli zu einem offiziellen Empfang und einem gemeinsamen Abendessen ein.
Am 8. Juli werden Erdoğan und NATO-Generalsekretär Rutte die Delegationen offiziell begrüßen. Anschließend stehen das traditionelle Gruppenfoto sowie die Sitzung des Nordatlantikrats auf dem Programm. Den Abschluss des Gipfels bildet eine Pressekonferenz von Mark Rutte.
Auch US-Präsident Donald Trump wird in Ankara erwartet. Nach Angaben des Weißen Hauses will er am Abend des 7. Juli am Staatsbankett teilnehmen und am folgenden Tag an den Beratungen des Gipfels mitwirken. Zudem sind bilaterale Gespräche mit Präsident Erdoğan sowie Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und dem syrischen Präsidenten Ahmad al-Sharaa geplant. Im Mittelpunkt des Gesprächs mit Selenskyj sollen die Bemühungen um ein Ende des Krieges in der Ukraine stehen.
Für den Gipfel wurden die Sicherheitsvorkehrungen in Ankara erheblich verstärkt. Nach offiziellen Angaben sind mehr als 56.000 Sicherheitskräfte im Einsatz. Rund 3.000 Journalistinnen und Journalisten aus dem In- und Ausland haben sich akkreditiert, um über das Treffen zu berichten.