ISTANBUL – Dramatische Stunden auf dem Marmarameer: Nach der Kollision zweier türkischer Handelsschiffe ist der Kontakt zu einem der Frachter und seinen zehn Besatzungsmitgliedern abgerissen. Die türkischen Behörden starteten am frühen Mittwochmorgen eine groß angelegte Such- und Rettungsaktion.
Der Unfall ereignete sich nach Angaben des Gouverneursamts von Istanbul gegen 3 Uhr rund 18 Seemeilen südlich des Istanbuler Bezirks Silivri. Beteiligt waren die unter türkischer Flagge fahrenden Schiffe „Alsu“ und „Tuğberk İmamoğlu“.
Die „Alsu“ war auf dem Weg von der nordwesttürkischen Provinz Kocaeli zum Ägäishafen Aliağa. Die „Tuğberk İmamoğlu“ fuhr vom südtürkischen Hafen İskenderun in Richtung des Schwarzmeerhafens Karadeniz Ereğli.
Nach ersten Kontrollen wies die „Alsu“ offenbar keine sichtbaren Schäden auf. Von der „Tuğberk İmamoğlu“ hingegen fehlt bislang jede Spur. Auch zu den zehn Besatzungsmitgliedern konnte zunächst kein Kontakt hergestellt werden.
Die türkische Küstenwache und die Seenotrettung schickten Schiffe sowie einen Hubschrauber in das Unglücksgebiet. Die Suche nach dem vermissten Frachter und seiner Besatzung dauert an.