Sarayköy (Denizli) – Nach dem schweren Busunglück im türkischen Landkreis Sarayköy, bei dem acht Menschen ums Leben kamen und 33 weitere verletzt wurden, haben Überlebende erstmals Aussagen zum Unfallhergang gemacht. Demnach soll der Fahrer rund 20 Minuten vor dem Unglück wegen einer technischen Störung angehalten und den Reisebus überprüft haben, bevor die Fahrt fortgesetzt wurde.
Der Unfall ereignete sich gegen 1.30 Uhr auf der Autobahn Aydın–Denizli in der Nähe des Ortsteils Tırkaz. Der Reisebus eines Fernbusunternehmens, der auf der Strecke von İzmir nach Antalya unterwegs war, geriet aus bislang ungeklärter Ursache außer Kontrolle, prallte gegen die Leitplanken und fing anschließend Feuer. Rettungskräfte, Feuerwehr, Polizei, Gendarmerie sowie Katastrophenschutz- und Notfallteams wurden umgehend zur Unfallstelle entsandt. Das Feuer konnte nach etwa einer halben Stunde gelöscht werden.
Bei dem Unglück kamen der 50-jährige Fahrer sowie sieben Fahrgäste ums Leben, darunter ein neun Monate altes Baby. Nach ersten Erkenntnissen soll der Vater versucht haben, sein Kind zu schützen, indem er sich im Moment des Aufpralls über das Baby warf.
Die 33 Verletzten wurden in umliegende Krankenhäuser gebracht. Während 17 Personen inzwischen entlassen werden konnten, befinden sich noch 16 Verletzte in medizinischer Behandlung. Der Zustand von zwei Patienten gilt weiterhin als kritisch.
Da mehrere Opfer durch das Feuer schwer verbrannt wurden, werden derzeit DNA-Analysen durchgeführt, um die Identität der Verstorbenen zweifelsfrei festzustellen. Angehörige aus İzmir und Antalya haben dafür bereits DNA-Proben beim Institut für Rechtsmedizin in Denizli abgegeben. Die Untersuchungen könnten etwa eine Woche in Anspruch nehmen.
Besonders im Fokus der Ermittlungen stehen die Aussagen der Überlebenden. Diese berichteten gegenüber der Gendarmerie, dass der Busfahrer etwa 20 Minuten vor dem Unfall aufgrund einer technischen Auffälligkeit auf dem Seitenstreifen angehalten habe. Nach einer kurzen Kontrolle sei die Fahrt jedoch fortgesetzt worden. Ob ein technischer Defekt tatsächlich zur Unfallursache beitrug, ist derzeit noch Gegenstand der laufenden Untersuchungen.
Die Behörden setzen ihre Ermittlungen zur genauen Ursache der Tragödie fort.