Minister Ersoy: “Wir brechen alle Rekorde” – Wie die Türkei zum Ganzjahres-Reiseziel wird

17.01.2026 – 13:00 Uhr

Die Türkei verzeichnet nach Angaben der Regierung im Kultur- und Tourismusbereich historische Rekorde. „Wir brechen auf dem Gebiet des Kultur- und Fremdenverkehrs historische Rekorde“, sagte Kultur- und Tourismusminister Mehmet Nuri Ersoy am Samstag bei einem Auftritt in der ostanatolischen Provinz Ağrı. Dank „revolutionärer Schritte“ gehöre die Türkei heute zu den ersten Ländern, die einem in den Sinn kämen, wenn weltweit über Tourismus gesprochen werde.

Die Tourismuseinnahmen des Landes seien von rund 13 Milliarden US-Dollar im Jahr 2002 auf etwa 64 Milliarden Dollar gestiegen, führte der Minister aus. Er führte diesen „Erfolg“ auf eine seit 2018 verfolgte neue Tourismusstrategie zurück. Man habe hart gearbeitet, um das Potenzial des Landes besser zu nutzen. Die Ära des reinen „Bade-, Sonnen- und Strandtourismus“ sei vorbei. Stattdessen setze man nun auf Diversifizierung, um den Tourismus auf zwölf Monate auszuweiten. Neben den Küstenregionen würden nun auch der Geschichts-, Kultur-, Religions-, Natur-, Gesundheits- und Gastronomietourismus gefördert.

Ein Schlüssel dazu sei die Wiederbelebung des kulturellen Erbes, so Ersoy. Langjährig vernachlässigte Kulturgüter seien saniert und archäologische Schätze in ganz Anatolien ans Licht gebracht worden. Die Türkei führt derzeit die meisten archäologischen Ausgrabungen weltweit durch und konnte Tausende historische Artefakte, die illegal ins Ausland gebracht worden waren, zurückführen.

Große Bedeutung maß der Minister auch der Infrastruktur und der internationalen Werbung bei. Das Land wurde mit Straßen, Schienennetzen und Flughäfen erschlossen. In fast 200 Ländern würden gezielt auch weniger bekannte Regionen wie Ağrı, Diyarbakır oder Mardin neben Metropolen wie Istanbul und Antalya beworben.

Abschließend betonte Ersoy, dass man unter der Führung von Staatspräsident Recep Tayyip Erdoğan weiter daran arbeiten werde, „den Stern unseres Landes zum Leuchten zu bringen“. Um die lokale Wirtschaft zu stärken und mehr Besucher anzulocken, müsse man die Tourismuspotenziale jeder Region, wie beispielsweise Ağrı, genau analysieren und gezielt vermarkten.