Millionen Menschen feiern Opferfest in der Türkei

27.05.2026 – 18:00 Uhr

Millionen Menschen in der Türkei haben am 27. Mai den ersten Tag des islamischen Eid al-Adha gefeiert. Bereits in den frühen Morgenstunden versammelten sich Gläubige im ganzen Land zu den traditionellen Festgebeten in Moscheen.

Besonders großer Andrang herrschte an historischen Gotteshäusern wie der Sultan-Ahmed-Moschee in Istanbul sowie der Selimiye-Moschee in Edirne. Zahlreiche Gläubige beteten dort auch in den Innenhöfen der Moscheen.

Nach den Gebeten tauschten Familien und Besucher traditionelle Feiertagsgrüße aus. Im Anschluss begannen vielerorts die rituellen Tieropfer, die zum Opferfest gehören. Die Gemeinden hatten dafür spezielle Schlachtbereiche eingerichtet.

Wie in den vergangenen Jahren mussten jedoch auch diesmal zahlreiche Hobby-Metzger medizinisch behandelt werden. Viele verletzten sich beim Schlachten mit Messern oder wurden von den Tieren verletzt.

Das türkische Landwirtschaftsministerium hatte zuvor mitgeteilt, dass rund vier Millionen Opfertiere gesundheitlich kontrolliert worden seien.

Für viele Familien stand das Fest zudem im Zeichen des Gedenkens. Zahlreiche Menschen besuchten Friedhöfe, legten Blumen nieder und beteten für verstorbene Angehörige. Darunter befanden sich auch Familien der Schüler, die bei einem Schulangriff im April in Kahramanmaraş ums Leben gekommen waren.

Das Opferfest zählt zu den wichtigsten religiösen Feiertagen im Islam und ist in der Türkei traditionell mit Familienbesuchen, Wohltätigkeit und Reisen verbunden. Millionen Menschen machten sich deshalb auf den Weg in ihre Heimatorte oder Urlaubsregionen.

Besonders stark frequentiert war der Ferienort Bodrum, der laut Behörden rund 500.000 Besucher in etwa 150.000 Fahrzeugen empfing. Auch Tourismuszentren wie Antalya, Kappadokien und Mardin meldeten nahezu ausgebuchte Hotels.

Im Gegensatz dazu zeigte sich Istanbul während der Feiertage ungewöhnlich ruhig, da viele Einwohner die Metropole für Kurzurlaube oder Familienbesuche verlassen hatten.