Istanbul – Bei einer groß angelegten Cybercrime-Operation haben Sicherheitsbehörden in Istanbul sieben Verdächtige festgenommen, die im Verdacht stehen, persönliche Daten von rund 20 Millionen Menschen gestohlen zu haben.
Wie die Staatsanwaltschaft in Istanbul mitteilte, konnten die Beschuldigten als Teil eines organisierten Hacker-Netzwerks identifiziert werden. Die Gruppe soll von einer Person mit den Initialen G.C.G. angeführt worden sein.
Den Ermittlungen zufolge drangen die sogenannten „Black-Hat“-Hacker gezielt in Computersysteme ein und verschafften sich unbefugten Zugang zu sensiblen Datenbanken – darunter auch Systeme öffentlicher Einrichtungen. Die erbeuteten Informationen sollen sie in einer digitalen Plattform gesammelt und den Zugang dazu verkauft haben.
Darüber hinaus sollen die Täter inaktive („schlafende“) Bankkonten im Ausland ins Visier genommen und über Cyberbetrug Geld auf eigene Konten umgeleitet haben.
Neben dem massenhaften Diebstahl persönlicher Daten gelangten die Verdächtigen offenbar auch an Zugangsdaten zahlreicher Social-Media-Konten.
Besonders brisant: Nach Angaben der Behörden speicherte die Gruppe auch Identitätsprüfungsfotos, darunter Bilder von Personen mit ihren Ausweisdokumenten in der Hand. Dies wirft erhebliche Fragen zum Schutz der Privatsphäre und Datensicherheit auf.