Kräftige Schneefälle haben in mehreren Provinzen im Osten der Türkei den Alltag massiv beeinträchtigt. Hunderte Dörfer und Weiler sind von der Außenwelt abgeschnitten, vielerorts kämpfen Einsatzkräfte gegen meterhohe Schneemassen.
Bitlis: 304 Ortschaften nicht erreichbar
In Bitlis setzte der Schneefall am frühen Morgen ein und verstärkte sich in der Nacht deutlich. Infolge der anhaltenden Niederschläge sind 304 Dorf- und Weilerstraßen unpassierbar. Die Provinzverwaltung rückte mit 70 Räumfahrzeugen und 90 Mitarbeitern aus, um die Verkehrswege wieder freizumachen.
Im Stadtzentrum erreichte die Schneedecke eine Höhe von 70 Zentimetern, in höheren Lagen fiel sogar mehr als ein Meter Schnee. Zahlreiche geparkte Fahrzeuge und eingeschossige Häuser wurden nahezu unter den Schneemassen begraben. Straßenmeisterei und Stadtverwaltung nahmen umgehend Räum- und Streuarbeiten auf. Laut Meteorologen soll der Schneefall auch heute anhalten.
Hakkari: 210 Siedlungen abgeschnitten

Auch in Hakkari führten die nächtlichen Schneefälle zu erheblichen Einschränkungen. Insgesamt sind 71 Dörfer und 139 Weiler derzeit nicht erreichbar. Die Schneeräumteams der Provinzverwaltung arbeiten daran, die blockierten Straßen wieder zu öffnen.
Besonders betroffen ist der Bezirk Yüksekova, wo die Schneehöhe die Marke von 30 Zentimetern überschritt. Kommunale Einsatzkräfte räumten die Hauptverkehrsstraßen, um Verkehrsbehinderungen zu vermeiden. Zahlreiche Fahrzeuge versanken im Schnee, während Parks und Grünanlagen sich in eine winterliche Landschaft verwandelten.
Başkale: Bis zu ein Meter Schnee in Höhenlagen

Im Bezirk Başkale in der Provinz Van stieg die Schneehöhe im Zentrum auf über 30 Zentimeter, in höheren Lagen sogar auf rund einen Meter. Auch hier waren Autos teils komplett eingeschneit.
Städtische Teams und die Straßenmeisterei räumten Hauptstraßen und zentrale Plätze. An mehreren Sammelpunkten wird der Schnee auf Lastwagen verladen und aus dem Ortskern abtransportiert. Zudem dauern die Arbeiten zur Öffnung von 32 gesperrten Viertel- und Weilerstraßen an.
Die Behörden setzen ihre Einsätze in der gesamten Region fort, während der Wintereinbruch das öffentliche Leben weiterhin stark beeinträchtigt.