ISTANBUL – Eine gnadenlose arktische Kältewelle hat die Türkei fest im Griff. Große Landstriche sind von tiefem Schnee bedeckt, Straßen, Städte und ländliche Regionen verwandeln sich in eine gefährliche Eislandschaft. In 70 der 81 Provinzen fallen die Temperaturen unter null, in Van-Çaldıran wurden sogar minus 19,9 Grad Celsius gemessen.
Nach tagelangem Schneefall erwachte auch Istanbul zu einem spiegelglatten Morgen. Glatte Straßen und vereiste Nebenwege machen das Autofahren und Gehen riskant. Die gefühlte Temperatur sank durch eisige Winde auf minus 5 Grad.
Meteorologe Abdullah Macit erklärte, dass Istanbul sowie die beiden anderen Großstädte vorübergehend etwas milderen Temperaturen entgegensehen können. In den nächsten zwei Tagen soll das Thermometer in Istanbul um 10 bis 12 Grad steigen und Regen einsetzen. Ab dem 18. Januar jedoch ist ein neuer Kälteeinbruch vorhergesagt.
In der Hauptstadt Ankara müssen die Menschen zunächst ein bitterkaltes Morgenfrühstück bei minus 5 Grad ertragen, bevor Tages- und Nachttemperaturen wieder steigen. Im Westen des Landes, in Izmir, bleibt es dagegen trocken und vergleichsweise mild mit bis zu 16 Grad.
Die östlichen Provinzen hingegen erwartet eine besonders harte und gefährliche Kältephase. Für die kommende Woche sind Temperaturen von minus 20 bis minus 24 Grad prognostiziert. Schneefall soll vor allem in der Schwarzmeerregion, im nordöstlichen Zentralanatolien und in Ostanatolien anhalten, während Küstenregionen meist Regen erleben.
Macit warnte zudem vor Glatteis und Frost in den Innen- und Ostregionen, die nach Ende der Niederschläge besonders ausgeprägt sein werden. Auch die Lawinengefahr in den Hochlagen des östlichen Schwarzwaldes und Ostanatoliens bleibt hoch.