Kulturminister Ersoy kündigt Wiedereröffnung des Archäologischen Museums Malatya an

09.08.2026 – 19:00 Uhr

Mehr als drei Jahre nach den verheerenden Erdbeben vom 6. Februar öffnet das Archäologische Museum von Malatya wieder seine Tore. Kultur- und Tourismusminister Mehmet Nuri Ersoy gab die Wiedereröffnung für Samstag bekannt. Die Restaurierung, die bauliche Verstärkung und die komplett neue Ausstellungskonzeption seien abgeschlossen, teilte der Minister über die sozialen Medien mit.

Das Gebäude war bei den Beben schwer beschädigt worden. „Wir haben die Ausstellungssäle, Verwaltungsräume und Depots erneuert und die Außenanlagen neugestaltet“, erklärte Ersoy. Die Sammlung präsentiert sich nun nach zeitgemäßen musealen Standards.

Auf zwei Etagen – Unter- und Erdgeschoss – verteilen sich die Exponate auf insgesamt 1.350 Quadratmetern überdachter Fläche. Hinzu kommt ein neugestaltetes Außengelände von 1.150 Quadratmetern. Laut Ministerium wurden in allen Bereichen Böden, Wände, Decken und das Dach erneuert. Auch die Fassade des Hauses wurde instand gesetzt.

Im Untergeschoss sind künftig Funde aus den Grabungen am UNESCO-Welterbe Arslantepe sowie die Münzsammlung in chronologischer und thematischer Ordnung zu sehen. Das Obergeschoss widmet sich Entdeckungen aus dem oberen Euphrat-Becken, darunter Objekte aus wissenschaftlichen Grabungen und Notbergungen.

Einen Schwerpunkt bilden Fundstücke aus den heute im Karakaya-Stausee versunkenen Siedlungshügeln Değirmentepe, İmamoğlu, Köşkerbaba, Pirot und Cafer Höyük. Für die Grabungsstätte Akçadağ Arga Höyük wurde ein eigener Ausstellungsbereich eingerichtet. Mithilfe einer inszenierten Präsentation mit Funden aus dem Darende Maşattepe-Tumulus soll der Grabhügel erlebbar gemacht werden.

„Unser Museum verbindet jahrtausendealtes Kulturerbe von Arslantepe bis ins obere Euphrat-Becken mit moderner Museumskunst und empfängt ab morgen wieder Besucher“, so Ersoy. Er dankte der Generaldirektion für Kulturgüter und Museen sowie allen beteiligten Fachleuten.