Antalya. Im Prozess um den Mord an einer 30-jährigen Frau in Antalya sind neue Details bekannt geworden. Der angeklagte Ex-Ehemann soll sein Opfer mit dem Versprechen, ihr die gemeinsamen Kinder zu übergeben, in die Wohnung gelockt haben.
Die zweifache Mutter war am 11. September 2025 im Stadtteil Muratpaşa von ihrem früheren Partner getötet worden. Laut Ermittlungen erwürgte der Mann die Frau mit ihrem Kopftuch und erstickte sie anschließend mit einem Kissen.
Besonders belastend ist die Aussage des Bruders der Getöteten: Der Angeklagte habe angekündigt, die Kinder am nächsten Tag zu bringen. In Erwartung ihrer Ankunft habe die Frau sogar deren Lieblingsspeisen vorbereitet.
Nach der Tat verließ der Mann die Wohnung und meldete sich erst Stunden später telefonisch bei Angehörigen, um die Tat zu gestehen. Anschließend stellte er sich der Polizei und wurde festgenommen.
Vor Gericht räumte der Angeklagte die Tat ein, sprach jedoch von einem eskalierten Streit. Er habe „die Kontrolle verloren“. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm unter anderem vorsätzlichen Mord an seiner geschiedenen Ehefrau vor.
Videoaufnahmen einer Überwachungskamera zeigen, wie das Paar gemeinsam das Wohnhaus betritt – und der Mann es später allein wieder verlässt.
Das Gericht ordnete die Fortdauer der Untersuchungshaft an. Der Prozess wird fortgesetzt.