Kippen-Krise an Bord: Flugzeug in Trabzon bricht Start ab – Passagier von Polizei abgeführt

Bild: Ajet
14.07.2026 – 10:00 Uhr

Ein Zwischenfall am Flughafen Trabzon hat den Abflug eines AJet-Fluges nach Istanbul verzögert. Ein Passagier versuchte noch vor dem Start an Bord eine Zigarette zu rauchen – der Pilot brach daraufhin den Rollvorgang ab und ließ die Maschine zum Parkplatz zurückkehren.

Pilot stoppt den Start

Der Vorfall ereignete sich auf dem AJet-Flug VF5398 von Trabzon zum Istanbuler Flughafen Sabiha Gökçen. Während das Flugzeug bereits zur Startbahn rollte, soll ein Passagier versucht haben, im Flugzeug zu rauchen.

Nachdem sich andere Fluggäste beschwert hatten und die Kabinenbesatzung den Mann vergeblich aufgefordert hatte, das Verhalten zu unterlassen, informierte sie den Kapitän. Dieser entschied, den Start abzubrechen und die Maschine zurück zur Parkposition zu bringen.

Polizei holt Passagier aus dem Flugzeug

Am Gate wurde der betroffene Passagier von Polizeibeamten aus dem Flugzeug begleitet. Nach Abschluss der notwendigen Maßnahmen konnte die Maschine ihre Reise nach Istanbul fortsetzen.

Hohe Geldstrafe droht

Die türkische Generaldirektion für Zivilluftfahrt (SHGM) erinnert daran, dass das Rauchen sowie die Nutzung von Geräten, die Rauch oder Dampf erzeugen, an Bord von Flugzeugen verboten sind. Verstöße werden mit einer Verwaltungsstrafe von 24.681 Türkischen Lira geahndet.

Darüber hinaus können Fluggesellschaften sogenannte „renitente Passagiere“ auf eine interne Sperrliste setzen. Betroffene müssen dann damit rechnen, künftig von Flügen ausgeschlossen zu werden.

Die SHGM hatte die Airlines bereits angewiesen, Passagiere regelmäßig über die geltenden Sicherheitsvorschriften zu informieren und Verstöße konsequent zu dokumentieren. Neben der Geldbuße können daher auch weitere flugbetriebliche Konsequenzen folgen.