Kayseri: Gericht hält Halter für Hundeangriff verantwortlich – 45.000 Dollar Entschädigung

09.04.2026 – 15:00 Uhr

ANKARA – Das Oberste Berufungsgericht der Türkei hat ein Urteil eines unteren Gerichts bestätigt, wonach ein Mann 2.003.657 Türkische Lira (ca. 45.000 US-Dollar) an eine Person zahlen muss, die in der zentralanatolischen Provinz Kayseri von einem unangeleinten Hund verletzt wurde.

Das Opfer erlitt bei dem Angriff im Bezirk Develi mehrere Verletzungen und musste sich vier Operationen unterziehen. Durch die Verletzungen verlor es 54 Prozent seiner Arbeitsfähigkeit und konnte vier Monate lang nicht arbeiten. Außerdem berichtete das Opfer von psychischen Belastungen infolge des Angriffs und warnte vor möglichen bleibenden Narben im Gesicht.

Das Gericht stellte fest, dass der Hundehalter seine Sorgfaltspflicht verletzt habe, da der Hund nicht angeleint war und durch einen Zaun entkommen konnte. Der Halter argumentierte, das Tier sei normalerweise friedlich und möglicherweise provoziert worden, doch das Gericht betonte die Verantwortung nach Artikel 67 des türkischen Obligationenrechts, wonach Tierhalter für Schäden durch ihre Tiere haften.