Istanbul – Ein ungewöhnlicher Zwischenfall in einem privaten Krankenhaus in Istanbul hat ein juristisches Nachspiel: Ein Patient erhielt 50.000 Türkische Lira (rund 1.150 US-Dollar) Schmerzensgeld, nachdem eine Metall-Deckenplatte – samt darin versteckter Katze – auf ihn herabgestürzt war.
Der Vorfall ereignete sich am 21. Mai 2025. Der Patient, der nur mit den Initialen B.B. genannt wird, hatte wegen Halsschmerzen und Müdigkeit ärztliche Hilfe gesucht. Während er auf einer Trage lag und eine Infusion erhielt, löste sich plötzlich eine Deckenverkleidung und fiel auf ihn herab. Dabei erlitt er zwei kleine Platzwunden am Kopf.
Tollwut-Impfung nach Kratzer durch Katze
Das Krankenhauspersonal dokumentierte den Vorfall umgehend und überwies den Patienten vorsorglich in das Haydarpaşa Numune Krankenhaus, wo er aufgrund eines Kratzerkontakts mit der Katze gegen Tollwut geimpft und mit Antikörpern behandelt wurde.
Die Anwälte des Patienten klagten wegen mangelhafter Sicherheitsvorkehrungen auf 250.000 Lira immateriellen Schadensersatz. Ein Verbrauchergericht gab der Klage teilweise statt und verpflichtete das Krankenhaus zur Zahlung von 50.000 Lira zuzüglich Zinsen.
Gericht rügt Sicherheitsmängel
In der Begründung hieß es, medizinische Einrichtungen müssten ein sicheres, hygienisches und vorhersehbares Umfeld gewährleisten. Der Vorfall habe nicht nur den Patienten gefährdet, sondern auch das Vertrauen in das Gesundheitssystem beeinträchtigt.